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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädigen

Die Widerlegung der Scheinargumente 

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Nun stellt sich für jemanden, der die vorherigen Punkte nicht verstanden hat, die Frage, ob dieser Schöpfer ebenfalls einen Ursprung hat. Diesbezüglich gilt es drei Möglichkeiten zu überprüfen:

1. Scheinargument: Der Schöpfer der Materie wurde von einem anderen Schöpfer erschaffen

Diese Annahme kann nicht der Realität entsprechen, da dies bedeuten würde, dass die beiden Schöpfer begrenzt wären, da sie sich die gleichen Fähigkeiten und dieselbe Macht teilen müssten. Ergo würde unter ihnen ein regelrechtes Chaos herrschen. Weiterhin könnte man diese Theorie in das Unendliche weiterspinnen, so dass jeder Schöpfer jeweils von einem anderen Schöpfer erschaffen wurde. Schlussendlich muss es selbst nach dieser Theorie einen ersten Schöpfer geben, der alle anderen Schöpfer erschuf. Jedenfalls wären alle Schöpfer in ihren Kräften begrenzt und alle Schöpfer nach dem ersten Schöpfer zeitlich begrenzt, da sie einen Anfang hätten. Ein erschaffener Schöpfer wäre von seinem eigenen Schöpfer abhängig und gleichzeitig in seiner Existenz begrenzt. Das würde bedeuten, dass er auf seinen Schöpfer angewiesen wäre und ohne ihn nicht existieren könnte. Diese Theorie ist falsch und damit abzulehnen.

2. Scheinargument: Der Schöpfer hat sich selbst erschaffen

Der Schöpfer wäre somit Schöpfer und Geschöpf zugleich. Er hätte nämlich einen Anfang und wäre somit begrenzt. Es ist aber unmöglich, dass etwas erschafft, was selbst nicht existiert. Es würde bedeuten, dass der Schöpfer nicht existierte, bevor Er sich selbst erschuf. Wir sehen also, dass diese Theorie ebenfalls falsch ist und ausgeschlossen werden muss, da wir eindeutig bewiesen haben, dass der Schöpfer nicht die Eigenschaften der Materie hat und somit ihr auch in keiner Weise gleicht, da Er ansonsten selbst Bestandteil der Materie wäre. 

3. Resultat: Der Schöpfer ist unbegrenzt und besitzt keine Eigenschaften der Materie. Er hat schon immer existiert und wird auch immer existieren.

Nach rationaler Betrachtung bleibt nur noch die Möglichkeit, dass der Schöpfer der Materie existiert, keinen Anfang und kein Ende hat und immerwährend existieren wird. Er besitzt keinerlei Eigenschaften der Materie. Vielmehr ist Er erhaben über jegliche Schwäche, Begrenzung oder Abhängigkeit.

Nachdem wir nun bewiesen haben, dass ein einziger Schöpfer die gesamte Materie erschuf, stellt sich nun die Frage, warum Er uns erschuf bzw. was der Sinn unserer Existenz ist. Diese Frage werden wir im nächsten Artikel behandeln.

Scheinargumente in Bezug auf die Herkunft des Menschen

Der Atheismus steht für die Leugnung der Existenz des Schöpfers oder Seiner Namen und Eigenschaften. Diese Form des Unglaubens existierte bereits vor der Botschaft des Islam und existiert auch weiterhin. Der Atheismus basiert im Allgemeinen auf drei Scheinargumenten, die wir uns nun näher betrachten werden.

1. Scheinargument: Die Menschen haben sich selbst erschaffen

Die Ansicht, dass die Menschheit sich selbst erschuf, ist eine Meinung die rational nicht nachvollziehbar ist. Im ersten Artikel haben wir bereits dargelegt, dass die Materie schwach, begrenzt und bedürftig ist. Die Menschheit ist ein Teil dieser Materie und besitzt daher ihre Eigenschaften. Der Schöpfungsprozess bedeutet, dass etwas aus dem völligem Nichts erschaffen wird. Der Mensch jedoch entsteht durch biologische Fortpflanzung, indem der Samen des Mannes auf die Eizelle der Frau trifft und sie befruchtet. Das heißt, dass Bestandteile der Materie aufeinander treffen und nur ihre Form ändern. Bei diesem Vorgang wird also nicht etwas Neues erschaffen, sondern nur die bestehende Materie verändern. Genauso wenig „erschafft“ ein Tischler einen Tisch. Vielmehr verarbeitet er das Holz und baut es zusammen, sodass daraus ein neuer Gegenstand entsteht. Somit ist die Theorie, dass sich die Menschen selbst erschufen, rational widerlegt.

2. Scheinargument: Die Natur hat die Menschen erschaffen.

Die Evolutionstheorie von Darwin basiert auf dem Atheismus (al-Ilhād). Die Anhänger des Atheismus (Mulhidūn) lehnen die Existenz eines Schöpfers ab, weshalb sie versuchen, die Entstehung der Menschheit auf andere Weise zu erklären. Sie behaupten, dass sich die Geschöpfe durch die Evolution weiterentwickelt und dadurch neue Gestalten angenommen bzw. sich durch Mutationen an ihre Umgebung angepasst haben. So nehmen sie an, dass beispielsweise Menschen und Affen gemeinsame Vorfahren haben, aus denen sie sich unterschiedlich entwickelt haben. Hingegen sind die Muslime davon überzeugt, dass es keine Evolution gab, da der Schöpfer den Urvater der Menschen Ādam (عليه السلام) erschuf und die Menschen sich daraufhin vermehrten. Dies ist auch der Grund dafür, dass die Menschen als Kinder Ādams (Banī Ādam) bezeichnet werden. Es gibt somit keinen Menschen auf Erden, der nicht von ihm abstammt. Er lebte in einem Paradies auf Erden und nicht in jenem Paradies, welches der Schöpfer den Gläubigen versprochen hat. Sodann hat der Schöpfer ihn und seine Nachkommenschaft (d.h. die Menschheit) als Statthalter auf Erden eingesetzt. Vor der Menschheit existierten bereits Geschöpfe wie die Engel und auf der Erde lebten die Tiere und Dschinn, die dort Unheil und Blutvergießen verursacht haben.

<وَإِذۡ قَالَ رَبُّكَ لِلۡمَلَـٰٓٮِٕكَةِ إِنِّى جَاعِلٌ۬ فِى ٱلۡأَرۡضِ خَلِيفَةً۬‌ۖ قَالُوٓاْ أَتَجۡعَلُ فِيہَا مَن يُفۡسِدُ فِيہَا وَيَسۡفِكُ ٱلدِّمَآءَ وَنَحۡنُ نُسَبِّحُ بِحَمۡدِكَ وَنُقَدِّسُ لَكَ‌ۖ قَالَ إِنِّىٓ أَعۡلَمُ مَا لَا تَعۡلَمُونَ>

Dies bedeutet gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers: 
<Und als dein Herr zu den Engeln sagte: „Ich bin dabei, auf der Erde einen Statthalter einzusetzen“, da sagten sie: „Willst Du auf ihr etwa jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt, wo wir Dich doch lobpreisen und Deiner Heiligkeit lobsingen?“ Er sagte: „Ich weiß, was ihr nicht wisst.“> 
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Baqarah [2], Āyah 30)

Die Menschen haben sich nicht mit der Zeit zu ihrer jetzigen Form entwickelt, sondern existierten von Anfang an in ihrer jetzigen Gestalt, da der Schöpfer sie in bester Form erschuf.

<لَقَدۡ خَلَقۡنَا ٱلۡإِنسَـٰنَ فِىٓ أَحۡسَنِ تَقۡوِيمٍ۬>

Dies bedeutet gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers: 
<Wir haben den Menschen ja in bester Form erschaffen.> 
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Tīn [95], Āyah 4)

Diese Āyah widerlegt die gesamte Evolutionstheorie. Dennoch erkennen die Atheisten den Qur'ān nicht als Beweis an. Daher werden wir auch diesbezüglich kurze, rationale Beweise vorlegen, um ihre abstruse Theorie zu widerlegen.

Nehmen wir einmal an, dass sich die Menschen tatsächlich durch die Evolution zu ihrem jetzigen Zustand entwickelt haben. In diesem Fall müsste diese angebliche Entwicklung weitergehen, was nicht der Realität entspricht. Da die gesamte Evolutionstheorie auf der Mutation und Anpassung auf die Umwelt fußt, stellt sich die Frage, wann diese Entwicklung angefangen hat, wie die Lebewesen sich eigenständig entwickelt haben, warum diese Entwicklung plötzlich gestoppt wurde und falls sie nicht gestoppt wurde, warum man keine Veränderungen mehr wahrnehmen kann. Die Anhänger von Darwin haben allerdings das Problem, dass sie für ihre Theorie sogenannte „Brückentiere“ vorweisen müssen, das heißt, Fossilien von sogenannten Übergangstieren, die diese Entwicklung von einem Wesen zum anderen bestätigen. Da der Schöpfer jedoch die Materie aus dem Nichts heraus erschuf und damit auch die Menschen und Tiere, wird man solche Brückentiere nicht finden. Aus diesem Grund haben sie unterschiedliche Tiergattungen mit ähnlichen Merkmalen als Beweis für ihre Theorie missbraucht. Diese Tiere bezeichnen sie als „Mosaikform“, was in keiner Weise ihre Ansichten belegt. Vielmehr handelt es sich hierbei nur um unterschiedliche Tiere, die gewissen Ähnlichkeiten zueinander aufweisen. Da der Beweis der „Brückentiere“ nicht existiert, ist die gesamte Evolutionstheorie nur eine Illusion, die weder auf Beweisen fußt, noch der Realität entspricht.

 3. Scheinargument: Die Menschen sind zufällig entstanden.

Die Behauptung, dass die Menschen zufällig entstand sind, ist ebenfalls abzulehnen. Die Menschen und auch alle anderen Geschöpfe sind organische Lebewesen, die aus hochkomplexen Zellen besteht. Die einzelnen Zellen arbeiten perfekt miteinander, so als ob sie Intelligenz hätten. Da dies nicht der Fall ist, müssen sie einer Ordnung unterstehen, die ihr von außen auferlegt worden ist. Doch die Theorie des Urknalls besagt, dass das gesamte Universum und damit auch das Leben, die Menschen und Tiere aufgrund eins Zufalls entstanden seien. Dies wäre vergleichbar mit dem Szenario, dass ein Geschäft für Baumaterialien von einem Wirbelsturm erfasst wird und dann zufällig aus den herumgewirbelten Materialien, wie Holz, Nägel usw. ein Tisch entsteht. Selbst bei diesem sehr einfachen Beispiel wird jeder Mensch mit dem Kopf schütteln und solch eine Möglichkeit absolut verneinen. Vielmehr ist jedem bewusst, dass ein Tisch durch einen Tischler gebaut wurde, da in der Materie stets das Ursache-Wirkung-Prinzip gilt. Jede Wirkung (=Tisch) hat eine Ursache (=Tischler). Man kann dieses Prinzip auf jeden Bestandteil der Materie anwenden. Wenn wir uns etwas Zeit nehmen und nachdenken, dann wir in unserem gesamten Leben dieses Prinzip vorfinden. Wie soll also etwas zu Hochkomplexes wie das Leben und überhaupt die gesamte Materie durch Zufall entstanden sein, wenn nicht einmal die einfachsten Dinge wie Möbel aus Zufall entstehen?

Gerade weil die meisten Menschen ein funktionsfähiges Gehirn haben und dadurch einen Verstand, sind wir in der Lage all diese Scheinargumente, die angeblich beweisen, dass kein Schöpfer ist, zu widerlegen. Vielmehr hat der Schöpfer die lebendige und tote Materie erschaffen. Er ist die Ursache und wir sind die Wirkung.

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.