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Frage: Kann ein Mensch von einem Dschinn besessen sein oder von ihm beeinflusst werden, ohne es selbst zu merken? Kann sich das erst zeigen, wenn Qur’ān rezitiert wird oder eine Ruqyah stattfindet?

Antwort: Allāhs Segen sei auf Muḥammad und der Familie von Muḥammad.

Ja, das ist möglich. Ein Mensch kann von einem Dschinn berührt worden sein oder unter dessen Einfluss stehen, sodass es im normalen Alltag nicht auffällt – erst in bestimmten Situationen, wie etwa beim Hören des Qur’ān oder bei einer Ruqyah (spirituellen Heilung), treten dann plötzlich Schmerzen, Unruhe oder andere Reaktionen auf.

Diese Phänomene sind den erfahrenen Ruqyah-Praktikern bekannt und wurden vielfach beobachtet. Es ist nicht ungewöhnlich, dass eine solche Besessenheit zunächst verborgen bleibt und sich erst bei bestimmten Qur’ān-Rezitationen offenbart. Doch wichtig ist: Man darf niemandem vorschnell einen Dschinn-Einfluss zuschreiben. Es braucht klare Anzeichen und Überprüfung.

Aufgrund von bloßen Gefühlen, einmaligen Erlebnissen oder vagen Vermutungen darf kein Urteil gefällt werden. Vorsicht und Gewissheit sind essenziell. Die richtige Herangehensweise besteht im Festhalten am Dhikr, im Bittgebet und im Hören bzw. Rezitieren des Qur’ān – nicht in Spekulation oder Angstmacherei.

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.

Fatwā Nr.: 234 / Quelle: Frage-Antwort-Runde vom 31.08.2023