
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädigen
Der Beginn und das Ende des Monats Ramaḍān
Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.
Der unterschiedliche Zeitpunkt des Monats Ramaḍān jedes Jahr
Es existieren zwei verschiedene Kalender in Bezug auf die Einteilung der Monate. Das Sonnenjahr besteht aus Monaten, die etwa 30 oder 31 Tage haben. Das Mondjahr ist um zehn Tage kürzer als das Sonnenjahr, weil die Monate des Mondjahres teilweise um einen Tag kürzer sind als die Monate des Sonnenjahres. Der Monat Ramaḍān ist ein Mondmonat, d.h. er beginnt und endet mit der Sichtung des Hilāl (Mondsichel). Je nach Sichtung des Hilāl kann ein Monat also 29 oder 30 Tage betragen. Daher verschiebt sich der Monat Ramaḍān von Jahr zu Jahr um 10 Tage.
Die Festellung des Beginns eines Monats bzw. den Beginn des Monats Ramaḍān
Es ist wādschib (verpflichtend), dass man den Beginn und das Ende jedes Monats und im speziellen des Monats Ramaḍān durch eine bestimmte Methode feststellt. Diese Methode ist die Sichtung des Hilāl.
الأدلة: مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ وَمُحَمَّدِ بْنِ يَحْيَى عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدٍ جَمِيعًا عَنِ ابْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ حَمَّادِ بْنِ عُثْمَانَ عَنِ الْحَلَبِيِّ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: «إِنَّهُ سُئِلَ عَنِ الْأَهِلَّةِ فَقَالَ: هِيَ أَهِلَّةُ الشُّهُورِ، فَإِذَا رَأَيْتَ الْهِلَالَ فَصُمْ وَإِذَا رَأَيْتَهُ فَأَفْطِرْ».
(الكافي 4: 76 | 1 – وسائل الشيعة: 13339 – حديث إمامي إسناده صحيح)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von ʿAlī ibn Ibrāhīm, von dessen Vater und von Muḥammad ibn Yaḥyā, von Aḥmad ibn Muḥammad – alle gemeinsam von Ibn Abī ʿUmair –, von Ḥammād ibn ʿUthmān, von al-Ḥalabī, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: Er wurde über die Mondsicheln befragt, da sagte er: ‚Sie sind die Mondsicheln der Monate. Wenn du die Mondsichel siehst, dann beginne zu fasten, und wenn du sie siehst, dann brich das Fasten.‘“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 4, Seite 76 | 1, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulainī überliefert;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13339, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); Die Überliefererkette ist ṣaḥīḥ (authentisch).
Entweder man erkennt mit den bloßen Augen den Hilāl des jeweiligen Monats oder aber man vervollständigt den vorherigen Monat zu insgesamt 30 Tagen, wenn man ihn nicht sehen kann. Es ist ḥarām (verboten), dass man Berechnungen durchführt oder anhand von astronomischen Methoden den Anfang bzw. das Ende eines Monats feststellt.
Beispiel anhand des Monats Ramaḍān: Um festzustellen, wann ein Monat beendet ist und ein neuer Monat angefangen hat, benötigt man die Zeugenaussage von zwei rechtschaffenen Männern.
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ عَنِ ابْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ حَمَّادِ بْنِ عُثْمَانَ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ قَالَ أَمِيرُ الْمُؤْمِنِينَ صَلَوَاتُ اللَّهِ عَلَيْهِ لَا تَجُوزُ شَهَادَةُ النِّسَاءِ فِي الْهِلَالِ وَلَا تَجُوزُ إِلَّا شَهَادَةُ رَجُلَيْنِ عَدْلَيْنِ
(الكافي 4: 77 | 4؛ وسائل الشيعة: 13432 – حديث إمامي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde von Ḥammād ibn ʿUthmān überliefert, dass 'Abū ʿAbd Allāh (عليها السلام) sagte, dass 'Amīr al-Mu'minīn [ʿAlī ibn 'Abī Ṭālib] (عليه السلام) sagte: „Die Zeugenaussage von Frauen wird im Fall [der Sichtung] der Mondsichel nicht akzeptiert, und es ist nur die Zeugenaussage von zwei gerechten Männern zulässig.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 4, Seite 77, Ḥadīth 4, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī al-Rāzī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13432, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); Die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
Der Mond verliert in jedem Monat von Tag zu Tag an sichtbaren Volumen. Am 29. Tag nach dem Ṣalāh al-Mağrib (Abendgebet) begeben sich zwei rechtschaffene Männer an jenen Platz, an dem der Mond stets am besten zu sehen ist. Diese beiden Männer müssen dort den Hilāl des Mondes gesehen haben. Wenn sie ihn gesehen haben, dann war das der letzte Tag des Monats Ramaḍān, was bedeutet, dass der darauffolgende Tag der erste Tag des Monats Schawwāl ist und somit nicht mehr gefastet werden darf. Sollte der Fall eintreten, dass gute Wetterbedingungen gegeben sind und der Himmel daher klar ist, aber trotz dessen widersprüchliche Aussagen getätigt werden, so dass eine Gruppe sagt, dass sie den Hilāl gesehen haben und eine andere Gruppe nicht, dann benötigt man fünfzig Männer, die aussagen, dass sie den Hilāl gesehen haben. Sollte dies nicht möglich sein, dann muss man den Monat um einen weiteren Tag vervollständigen.
وَبِإِسْنَادِهِ عَنْ سَعْدِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ عَنْ إِبْرَاهِيمَ بْنِ هَاشِمٍ عَنْ إِسْمَاعِيلَ عَنْ يُونُسَ بْنِ عَبْدِ الرَّحْمَنِ عَنْ حَبِيبٍ الْخُزَاعِيِّ قَالَ: قَالَ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام): «لَا تَجُوزُ الشَّهَادَةُ فِي رُؤْيَةِ الْهِلالِ دُونَ خَمْسِينَ رَجُلًا عَدَدِ الْقَسَامَةِ، وَإِنَّمَا تَجُوزُ شَهَادَةُ رَجُلَيْنِ إِذَا كَانَا مِنْ خَارِجِ الْمِصْرِ وَكَانَ بِالْمِصْرِ عِلَّةٌ فَأَخْبَرَا أَنَّهُمَا رَأَيَاهُ، وَأَخْبَرَا عَنْ قَوْمٍ صَامُوا لِلرُّؤْيَةِ وَأَفْطَرُوا لِلرُّؤْيَةِ».
(التهذيب 4: 159 | 448 – الاستبصار 2: 74 | 227)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Mit seiner Überliefererkette überlieferte er von Saʿd ibn ʿAbd Allāh, von Ibrāhīm ibn Hāschim, von Ismāʿīl, von Yūnus ibn ʿAbd ar-Raḥmān, von Ḥabīb al-Chuzāʿī, der sagte: Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) sagte: ‚Die Zeugenaussage über die Sichtung der Mondsichel ist nicht zulässig mit weniger als fünfzig Männern, entsprechend der Zahl der Qasāmah. Zulässig ist jedoch die Aussage von zwei Männern, wenn sie von außerhalb der Stadt sind und in der Stadt ein Hindernis besteht, und sie berichten, dass sie sie gesehen haben und dass ein Volk aufgrund der Sichtung gefastet und aufgrund der Sichtung das Fasten gebrochen hat.‘“
Quellenangabe: 1. Tahdhīb al-Aḥkām, Band 4, Seite 159 | 448, von Muḥammad ibn al-Ḥasan aṭ-Ṭūsī überliefert;
2. al-Istibṣār fī mā Ukhtulifa min al-Akhbār, Band 2, Seite 74 | 227, von Muḥammad ibn al-Ḥasan aṭ-Ṭūsī.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام).
Wenn nun ein einziger rechtschaffener Mann glaubt, den Hilāl gesehen zu haben und es keinen Einspruch gegen diese Aussage gibt, dann darf die Allgemeinheit dieser einzelnen Aussage trotzdem nicht folgen und muss den Monat um einen weiteren Tag vervollständigen. Die Person aber, welche den Hilāl gesehen hat, hat an diesem Tag al-Ṣiyām (Fasten) für sich selbst zu beenden, da für sie der nächste Tag bereits der neue Monat ist. Wenn zwei rechtschaffene Männer auf Grund von schlechten Wetterbedingungen den Mond nicht sichten können, dann müssen die Muslime den Monat auf dreißig Tage vervollständigen.
وَبِإِسْنَادِهِ عَنْ عَلِيِّ بْنِ مَهْزِيَارَ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ أَبِي أَيُّوبَ وَحَمَّادٍ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ مُسْلِمٍ عَنْ أَبِي جَعْفَرٍ (عليه السلام) قَالَ: «إِذَا رَأَيْتُمُ الْهِلالَ فَصُومُوا، وَإِذَا رَأَيْتُمُوهُ فَأَفْطِرُوا، وَلَيْسَ بِالرَّأْيِ وَلَا بِالتَّظَنِّي وَلَكِنْ بِالرُّؤْيَةِ. وَالرُّؤْيَةُ لَيْسَ أَنْ يَقُومَ عَشَرَةٌ فَيَنْظُرُوا فَيَقُولُ وَاحِدٌ: هُوَ ذَا هُوَ، وَيَنْظُرُ تِسْعَةٌ فَلَا يَرَوْنَهُ، إِذَا رَآهُ وَاحِدٌ رَآهُ عَشَرَةُ آلَافٍ. وَإِذَا كَانَتْ عِلَّةٌ فَأَتِمُّوا شَعْبَانَ ثَلَاثِينَ». وَزَادَ حَمَّادٌ فِيهِ: «وَلَيْسَ أَنْ يَقُولَ رَجُلٌ: هُوَ ذَا هُوَ»، لَا أَعْلَمُ إِلَّا قَالَ: «وَلَا خَمْسُونَ».
وَرَوَاهُ الْكُلَيْنِيُّ عَنْ عِدَّةٍ مِنْ أَصْحَابِنَا عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدٍ عَنْ عَلِيِّ بْنِ الْحَكَمِ عَنْ أَبِي أَيُّوبَ مِثْلَهُ إِلَى قَوْلِهِ: «إِذَا رَآهُ وَاحِدٌ رَآهُ أَلْفٌ» وَلَمْ يَزِدْ عَلَى ذَلِكَ. وَرَوَاهُ الصَّدُوقُ بِإِسْنَادِهِ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ مُسْلِمٍ مِثْلَهُ.
(التهذيب 4: 156 | 433 – الاستبصار 2: 63 | 203 – وسائل الشيعة: 13350 – حديث إمامي إسناده صحيح)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Mit seiner Überliefererkette überlieferte er von ʿAlī ibn Mahziyār, von Muḥammad ibn Abī ʿUmair, von Abī Ayyūb und Ḥammād, von Muḥammad ibn Muslim, von Abī Dschaʿfar (عليه السلام), der sagte: ‚Wenn ihr die Mondsichel seht, dann fastet, und wenn ihr sie seht, dann brecht das Fasten. Es geschieht nicht nach Meinung und nicht nach bloßer Vermutung, sondern durch tatsächliche Sichtung. Sichtung bedeutet nicht, dass zehn Männer aufstehen und schauen und einer sagt: „Da ist sie“, während neun schauen und sie nicht sehen. Wenn einer sie sieht, dann sehen sie zehntausend. Wenn jedoch ein Hindernis besteht, dann vervollständigt den Monat Schaʿbān zu dreißig Tagen.‘ Ḥammād fügte darin hinzu: ‚Es ist nicht so, dass ein Mann sagt: „Da ist sie.“‘ Ich weiß nur, dass er sagte: ‚Und auch nicht fünfzig.‘ Al-Kulainī überlieferte es ebenfalls von einer Anzahl unserer Gefährten, von Aḥmad ibn Muḥammad, von ʿAlī ibn al-Ḥakam, von Abī Ayyūb in ähnlicher Form bis zu seiner Aussage: ‚Wenn einer sie sieht, sehen sie tausend‘, ohne mehr hinzuzufügen.“ Aṣ-Ṣadūq überlieferte es ebenfalls mit seiner Überliefererkette von Muḥammad ibn Muslim in ähnlicher Form.
Quellenangabe: 1. Tahdhīb al-Aḥkām, Band 4, Seite 156 | 433, von Muḥammad ibn al-Ḥasan aṭ-Ṭūsī überliefert;
2. al-Istibṣār fī mā Ukhtulifa min al-Akhbār, Band 2, Seite 63 | 203, von Muḥammad ibn al-Ḥasan aṭ-Ṭūsī;
3. al-Kāfī, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulainī überliefert;
4. Man Lā Yaḥḍuruhu al-Faqīh, von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusain ibn Bābawaih al-Qummī überliefert;
5. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13350, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام).
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde Muḥammad ibn al-Ḥasan berichtet, dass Schaykh 'Abū ʿAbdillāh von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusayn überliefert, der von seinem Vater überliefert, der von Saʿd ibn ʿAbdillāh und von al-Ḥumayrī überliefert, die von Aḥmad ibn Muḥammad überliefern, der von al-ʿAbbās ibn Maʿrūf überliefert, der von ʿAlī ibn Mahziyār überliefert, der von ʿUthmān ibn ʿĪsā überliefert, der von Rifāʿah überliefert, dass 'Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) sagte: „Das Fasten des Monats Ramaḍān richtet sich nach der Sichtung (des Neumondes) und nicht nach Vermutung. Der Monat Ramaḍān kann neunundzwanzig Tage haben und kann auch dreißig Tage haben; ihn trifft, was auch die anderen Monate trifft, nämlich Vollständigkeit und Verringerung.“
Quellenangabe: al-Istibṣār fī-mā ikhtalafa min al-Akhbār, Band 2, Seite 63, Ḥadīth 202, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ṭūsī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); Die Überliefererkette ist muwaththaq (vertrauenswürdig).
مُحَمَّدُ بْنُ الْحَسَنِ أَخْبَرَنِي الشَّيْخُ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ مُحَمَّدُ بْنُ مُحَمَّدِ بْنِ النُّعْمَانِ عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدِ بْنِ الْحَسَنِ بْنِ الْوَلِيدِ عَنْ أَبِيهِ مُحَمَّدِ بْنِ الْحَسَنِ بْنِ الْوَلِيدِ عَنْ الْحُسَيْنِ بْنِ الْحَسَنِ بْنِ أَبَانٍ عَنِ الْحُسَيْنِ بْنِ سَعِيدٍ عَنْ فَضَالَةَ عَنْ سَيْفِ بْنِ عُمَيْرَةَ عَنْ إِسْحَاقَ بْنِ عَمَّارٍ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) أَنَّهُ قَالَ: فِي كِتَابِ عَلِيٍّ (عليه السلام) صُمْ لِرُؤْيَتِهِ وَأَفْطِرْ لِرُؤْيَتِهِ، وَإِيَّاكَ وَالشَّكَّ وَالظَّنَّ، فَإِنْ خَفِيَ عَلَيْكُمْ فَأَتِمُّوا الشَّهْرَ الْأَوَّلَ ثَلَاثِينَ
(التهذيب 4: 158 | 441؛ الاستبصار 2: 64 | 208؛ وسائل الشيعة: 13349 – حديث إمامي إسناده موثّق)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde von Muḥammad ibn Muḥammad ibn an-Nuʿmān überliefert, der von Aḥmad ibn Muḥammad ibn al-Ḥasan ibn al-Walīd überliefert, der von seinem Vater Muḥammad ibn al-Ḥasan ibn al-Walīd überliefert, der von al-Ḥusayn ibn al-Ḥasan ibn Abān überliefert, der von al-Ḥusayn ibn Saʿīd überliefert, der von Faḍālah überliefert, der von Sayf ibn ʿUmayrah überliefert, der von Isḥāq ibn ʿAmmār überliefert, dass Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) sagte: „Im Buch von ʿAlī (عليه السلام) steht: Fastet aufgrund seiner Sichtung und brecht das Fasten aufgrund seiner Sichtung. Hütet euch vor Zweifel und Vermutung. Wenn er euch verborgen bleibt, dann vervollständigt den ersten Monat mit dreißig Tagen.“
Quellenangabe: 1. Tahdhīb al-Aḥkām fī Scharḥ al-Muqniʿah, Band 4, Seite 158, Ḥadīth 441, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ṭūsī;
2. al-Istibṣār fī-mā ikhtalafa min al-Akhbār, Band 2, Seite 64, Ḥadīth 208, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ṭūsī;
3. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13349, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist muwaththaq (vertrauenswürdig).
مُحَمَّدُ بْنُ عَلِيٍّ بْنِ الْحُسَيْنِ عَنْ أَبِيهِ عَنْ سَعْدِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ عَنْ إِبْرَاهِيمَ بْنِ هَاشِمَ عَنْ عَبْدِ الرَّحْمَنِ بْنِ أَبِي نَجْرَانَ عَنْ عَاصِمِ بْنِ حُمَيْدٍ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ قَيْسٍ، عَنْ أَبِي جَعْفَرٍ (عليه السلام) قَالَ: «إِذَا شَهِدَ عِنْدَ الْإِمَامِ شَاهِدَانِ أَنَّهُمَا رَأَيَا الْهِلاَلَ مُنْذُ ثَلَاثِينَ يَوْمًا، أَمَرَ الْإِمَامُ بِإِفْطَارِ ذَلِكَ الْيَوْمِ إِذَا كَانَا شَهِدَا قَبْلَ زَوَالِ الشَّمْسِ، وَإِنْ شَهِدَا بَعْدَ زَوَالِ الشَّمْسِ أَمَرَ الْإِمَامُ بِإِفْطَارِ ذَلِكَ الْيَوْمِ وَأَخَّرَ الصَّلَاةَ إِلَى الْغَدِ فَيُصَلِّي بِهِمْ».
(الفقيه 2: 109 | 467؛ الكافي 4: 169 | 1 – وسائل الشيعة: 13406 – حديث إمامي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusayn überliefert, der von seinem Vater überliefert, der von Saʿd ibn ʿAbd Allāh überliefert, der von Ibrāhīm ibn Hāschim überliefert, der von ʿAbd ar-Raḥmān ibn Abī Naǧrān überliefert, der von ʿĀṣim ibn Ḥumayd überliefert, der von Muḥammad ibn Qays überliefert, dass 'Abū Dschaʿfar (عليه السلام) sagte: „Wenn zwei Zeugen beim Imām bezeugen, dass sie den Neumond seit dreißig Tagen gesehen haben, dann ordnet der Imām an, an diesem Tag das Fasten zu brechen, wenn sie vor dem Zenit der Sonne Zeugnis abgelegt haben. Wenn sie jedoch nach dem Zenit der Sonne Zeugnis ablegen, dann ordnet der Imām an, an diesem Tag das Fasten zu brechen und verschiebt das Gebet auf den folgenden Tag, damit er es mit ihnen verrichtet.“
Quellenangabe: 1. al-Faqīh, Band 2, Seite 109 | 467, von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusayn;
2. al-Kāfī, Band 4, Seite 169 | 1, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī al-Rāzī;
3. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13406, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
Wenn eine rechtschaffene Frau das Fasten bricht, da sie zwar den Hilāl sah, aber erfährt, dass die Allgemeinheit 30 Tage fastet
Für jeden, der den Hilāl nach Ṣalāh al-Mağrib mit den eigenen Augen sieht, ist der Folgemonat bereits eingetreten - unabhängig davon, ob es sich hierbei um einen Mann oder eine Frau handelt. Die Aussage einer Frau ist diesbezüglich nur für sie selbst zulässig und gilt nicht für dritte Personen. Damit andere Personen solch einer Aussage folgen können, muss diese von zwei rechtschaffenen Männern getätigt werden.
Die Gültigkeit der Aussage einer Gruppe von Frauen in Bezug auf die Sichtung des Hilāl zur Feststellung des Monats
Im Bezug auf die Feststellung des Anfangs oder des Endes eines Monats wird die Zeugenaussage von Frauen grundsätzlich nicht beachtet. Die Sichtung des Mondes muss durch zwei rechtschaffene Männer erfolgen und kann nicht durch Frauen ersetzt werden. Hierbei ist die Anzahl der Frauen irrelevant.
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ عَنِ ابْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ حَمَّادِ بْنِ عُثْمَانَ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (ع) قَالَ: قَالَ أَمِيرُ الْمُؤْمِنِينَ (ع): لَا تَجُوزُ شَهَادَةُ النِّسَاءِ فِي الْهِلَالِ وَلَا تَجُوزُ إِلَّا شَهَادَةُ رَجُلَيْنِ عَدْلَيْنِ.
(الكافي 4: 284 | 4 – وسائل الشيعة: 12345 – حديث شيعي إمامي إسناده موثق)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von ʿAlī ibn Ibrāhīm, von seinem Vater, von Ibn Abī ʿUmayr, von Ḥammād ibn ʿUthmān, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: Amīr al-Muʾminīn (عليه السلام) sagte: ‚Das Zeugnis der Frauen bezüglich der Sichtung des Neumondes ist nicht zulässig; zulässig ist nur das Zeugnis von zwei gerechten Männern.‘
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 4, Seite 284 | 4, von Muḥammad ibn Yaʿqūb überliefert;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 12345, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist ṣaḥīḥ (authentisch).
Wenn man fälschlicherweise 29 Tage gefastet hat, al-Ṣiyām beendet und daraufhin die Nachricht erhält, dass die restlichen Muslime 30 Tage gefastet haben
Diese Person muss den verlorengegangenen Fastentag nachfasten.
مُحَمَّدُ بْنُ الْحَسَنِ أَخْبَرَنِي الشَّيْخُ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ الْمُفِيدُ عَنْ أَبِي الْقَاسِمِ جَعْفَرِ بْنِ مُحَمَّدٍ بْنِ قُلُويَّةَ عَنْ أَبِيهِ عَنْ سَعْدِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ، عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدٍ عَنْ الْحُسَيْنِ بْنِ سَعِيدٍ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ هِشَامِ بْنِ الْحُكْمِ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: «فِي مَنْ صَامَ تِسْعَةً وَعِشْرِينَ قَالَ: إِنْ كَانَتْ لَهُ بَيِّنَةٌ عَادِلَةٌ عَلَى أَهْلِ مِصْرَ أَنَّهُمْ صَامُوا ثَلَاثِينَ عَلَى رُؤْيَةٍ فَقَضَى يَوْمًا».
(التهذيب 4: 158 | 443 – وسائل الشيعة: 13381 – حديث إمامي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde von Muḥammad ibn al-Ḥasan überliefert, dass ihm Schaykh 'Abū ʿAbd Allāh al-Mufīd berichtete, der von 'Abū l-Qāsim Ǧaʿfar ibn Muḥammad ibn Qūlūwiyah überliefert, der von seinem Vater überliefert, der von Saʿd ibn ʿAbd Allāh überliefert, der von Aḥmad ibn Muḥammad überliefert, der von al-Ḥusayn ibn Saʿīd überliefert, der von Muḥammad ibn Abī ʿUmayr überliefert, der von Hischām ibn al-Ḥakam überliefert, der von 'Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) überlieferte, dass er sagte: „[…] Wer 29 Tage gefastet hat und ein gültiges Zeugnis darüber besitzt, dass die Menschen von Miṣr aufgrund der Sichtung des Neumondes 30 Tage gefastet haben, der soll einen Tag nachholen.“
Quellenangabe: 1. al-Tahdhīb, Band 4, Seite 158, Ḥadīth 443 von Muḥammad ibn al-Ḥasan überliefert von Abū ʿAbd Allāh al-Mufīd;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13381 von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
Der Duʿā', den man vor Beginn des Monats Ramaḍān spricht
Es ist mustaḥabb (empfohlen), folgenden im Ḥadīth überlieferten Duʿā' vor dem ersten Fastentag des Monats Ramaḍān zu rezitieren:
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ يَحْيَى عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ أَحْمَدَ عَنْ أَحْمَدَ بْنِ الْحَسَنِ بْنِ عَلِيٍّ عَنْ عَمْرُو بْنِ سَعِيدٍ عَنْ مُصَدِّقِ بْنِ صَدَقَةَ عَنْ عَمَّارِ بْنِ مُوسَى السَّابَاطِيِّ قَالَ قَالَ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام): إِذَا كَانَ أَوَّلُ لَيْلَةٍ مِنْ شَهْرِ رَمَضَانَ فَقُلِ اللَّهُمَّ رَبَّ شَهْرِ رَمَضَانَ وَمُنْزِلَ الْقُرْآنِ هَذَا شَهْرُ رَمَضَانَ الَّذِي أَنْزَلْتَ فِيهِ الْقُرْآنَ وَأَنْزَلْتَ فِيهِ آيَاتٍ بَيِّنَاتٍ مِنَ الْهُدَى وَالْفُرْقَانِ، اللَّهُمَّ ارْزُقْنَا صِيَامَهُ وَأَعِنَّا عَلَى قِيَامِهِ، اللَّهُمَّ سَلِّمْهُ لَنَا وَسَلِّمْنَا فِيهِ وَتَسَلَّمْهُ مِنَّا فِي يُسْرٍ مِنْكَ وَمُعَافَاةٍ، وَاجْعَلْ فِيمَا تَقْضِي وَتُقَدِّرُ مِنَ الْأَمْرِ الْمَحْتُومِ فِيمَا يُفْرَقُ مِنَ الْأَمْرِ الْحَكِيمِ فِي لَيْلَةِ الْقَدْرِ مِنَ الْقَضَاءِ الَّذِي لَا يُرَدُّ وَلَا يُبَدَّلُ أَنْ تَكْتُبَنِي مِنْ حُجَّاجِ بَيْتِكَ الْحَرَامِ الْمَبْرُورِ حَجُّهُمْ، الْمَشْكُورِ سَعْيُهُمْ، الْمَغْفُورِ ذَنْبُهُمْ، الْمُكَفَّرِ عَنْهُمْ سَيِّئَاتُهُمْ، وَاجْعَلْ فِيمَا تَقْضِي وَتُقَدِّرُ أَنْ تُطِيلَ لِي فِي عُمُرِي وَتُوَسِّعَ عَلَيَّ مِنَ الرِّزْقِ الْحَلَالِ
(الكافي 4: 71 | 2؛ وسائل الشيعة: 13511 – حديث إمامي إسناده موثّق)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde von Muḥammad ibn Yaʿqūb überliefert, der von Muḥammad ibn Yaḥyā überliefert, der von Muḥammad ibn Aḥmad überliefert, der von Aḥmad ibn al-Ḥasan ibn ʿAlī überliefert, der von ʿAmr ibn Saʿīd überliefert, der von Muṣaddiq ibn Ṣadaqah überliefert, der von ʿAmmār ibn Mūsā as-Sābātī überliefert, dass 'Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) sagte: „Wenn die erste Nacht des Monats Ramaḍān beginnt [d.h. in der Nacht vor dem ersten Fastentag], so sprecht:
'Allāhumma Rabba Schahri Ramaḍān wa munzila al-Qur'ān. Hadhā Schahru Ramaḍāna al-Ladhī 'anzalta fihī al-Qur'āna wa 'anzalta fihī Āyātin mina al-Hudā wa al-Furqani. Allāhumma Arzuqnā Ṣiyāmahu wa 'A°innā °alā Qiyāmihi. Allāhumma sallimhu lanā wa sallimnā fihī wa tasallamhu minnā fī yusrin minka wa mu°āfātin wa Adsch°al fīmā tuqḍī wa tuqaddiru mina al-'Amri al-Maḥtūmi fīmā yufraqu mina al-'Amri al-Ḥakīmi fī Laylati al-Qadri mina al-Qaḍā'i al-Ladhī lā yubaddalu 'an taktubanī min Ḥudschādsch baytika al-Ḥarāmi al-Mabrūri Ḥadschuhum al-Maschkūri sa°yuhum al-Mağfūri dhanbuhum al-Mukaffari °anhum sayyi'ātuhum wa Adsch°al fīmā taqḍī wa tuqaddiru 'an tuṭīla lī fī °umurī wa tuwassi° °alayya mina al-Rizqi al-Ḥalāli.'
‚O Allāh, Herr des Monats Ramaḍān und Herabsender des Qurʾān! Dies ist der Monat Ramaḍān, in dem Du den Qurʾān herabgesandt hast und in dem Du klare Verse der Rechtleitung und der Unterscheidung herabgesandt hast. O Allāh, gewähre uns das Fasten und hilf uns beim nächtlichen Gebet. O Allāh, segne ihn für uns und lass uns ihn in Leichtigkeit und Gesundheit empfangen. Und schreibe mich unter diejenigen, die das Haus Deines heiligen Hauses pilgern, deren Pilgerfahrt angenommen, deren Mühen belohnt und deren Sünden vergeben sind. Gewähre mir in dem, was Du bestimmst und entscheidest, ein langes Leben und erweitere für mich den erlaubten Unterhalt.’“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 4, Seite 71, Ḥadīth 2, von 'Abū Dschaʿfar Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī al-Rāzī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13511, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmītischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); Die Überliefererkette ist muwaththaq (verlässlich).
Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.
