Frage: Welche Voraussetzungen muss man haben, um eine islāmische Persönlichkeit zu besitzen?
Antwort: Allāhs Segen sei auf Muḥammad und der Familie von Muḥammad.
Der Muslim muss aus dem Dschahl (Unwissenheit) heraustreten, um ein wahrer Mu‘min (Gläubiger) zu werden. Und dies geschieht durch den Idschtināb (Meidung) der Ṭawāğīt und all jener, denen neben Allāh (سبحانه و تعالى) die °Ibādah (Gottesdienst) gewidmet wird. Er muss den Īmān (Glauben) an Allāh (جل جلاله) und al-Asmā' wa al-Ṣifāt (Seine Namen und Eigenschaften) verwirklichen, die uns im edlen Qur'ān und den Aḥadīth (Überlieferungen) übermittelt wurden.
<لَآ إِكۡرَاهَ فِى ٱلدِّينِۖ قَد تَّبَيَّنَ ٱلرُّشۡدُ مِنَ ٱلۡغَىِّۚ فَمَن يَكۡفُرۡ بِٱلطَّـٰغُوتِ وَيُؤۡمِنۢ بِٱللَّهِ فَقَدِ ٱسۡتَمۡسَكَ بِٱلۡعُرۡوَةِ ٱلۡوُثۡقَىٰ لَا ٱنفِصَامَ لَهَاۗ وَٱللَّهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ>
Dies bedeutet gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
<Es gibt keinen Zwang im Dīn (Glauben). Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an den Kufr (Unglauben) gegenüber dem Ṭāğūt verwirklicht und an Allāh glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allāh ist Allhörend, Allwissend.>
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Baqarah [2], Āyah 256)
<وَلَقَدۡ بَعَثۡنَا فِى ڪُلِّ أُمَّةٍ۬ رَّسُولاً أَنِ ٱعۡبُدُواْ ٱللَّهَ وَٱجۡتَنِبُواْ ٱلطَّـٰغُوتَۖ فَمِنۡهُم مَّنۡ هَدَى ٱللَّهُ وَمِنۡهُم مَّنۡ حَقَّتۡ عَلَيۡهِ ٱلضَّلَـٰلَةُۚ فَسِيرُواْ فِى ٱلۡأَرۡضِ فَٱنظُرُواْ كَيۡفَ كَانَ عَـٰقِبَةُ ٱلۡمُكَذِّبِينَ>
Dies bedeutet gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
<Und Wir haben ja bereits in jeder Ummah (Nation) einen Rasūl (Gesandten) erweckt: „Dient Allāh und meidet die Ṭāğūt. Unter ihnen gibt es manche, die Allāh rechtgeleitet hat, und unter ihnen gibt es manche, an denen sich das Irregehen bewahrheitet hat. So reist auf der Erde umher und schaut, wie das Ende der Leugner (al-Mukadhibīn) war.>
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Naḥl [16], Āyah 36)
Dies ist die Grundlage einer islāmischen Schakhṣiyyah (Persönlichkeit). Demnach ist es unausweichlich für ihn, seinen Farā'iḍ (Pflichten) nachzukommen und sich von den Muḥarramāt (verbotenen Dingen) fernzuhalten. So wird er ein aufrichtiger Diener Allāhs sein, der Taqwā (Gottesfurcht) besitzt und zu den Rabbāniyyūn (Leuten des Herrn) gehört.
Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.
Quelle: Fatwā-Nr.-00151
