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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädige

Die [wahre] Erkenntnis über Allāh - Teil 1

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Die [wahre] Erkenntnis über Allāh, den Segensreichen und Erhabenen, wurde, wie wir zuvor erwähnt haben, bekämpft und zwar seit der Erschaffung Ādams (Friede sei auf ihm) und dem Befehl Allāhs an die Engel sowie Iblīs, sich vor ihm [Ādam] niederzuwerfen. Die Erkenntnis über Allāh ist die erste Pflicht eines jeden Mukallaf [eine Person, die mündig und bei Verstand ist]. Wir alle wissen und sagen, dass die erste Pflicht des Mukallaf das Glaubensbekenntnis ist „Es gibt keinen 'Ilāh außer Allāh, und Muḥammad ist der Gesandte Allāhs“, um in den Islām einzutreten. Ich nehme Zuflucht bei Allāh vor dem verfluchten Schaytān. Allāh, der Segensreiche und Erhabene, sagt:  

فَاعْلَمْ أَنَّهُ لَا إِلَٰهَ إِلَّا اللَّهُ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Und wisse, dass es keinen 'Ilāh außer Allāh gibt. […]”
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah Muḥammad [47], 'Āyah 19)

 Und Er, der Erhabene und Majestätische, sagt auch: 

إِلَّا مَن شَهِدَ بِالْحَقِّ وَهُمْ يَعْلَمُونَ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„[…] außer wer der Wahrheit entsprechend bezeugt, und sie wissen (es).“  
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah Zukhruf [43], 'Āyah 86)

Im Ḥadīth des Gesandten Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) heißt es:

حَدَّثَنَا أَبُو بَكْرِ بْنُ أَبِي شَيْبَةَ، وَزُهَيْرُ بْنُ حَرْبٍ، كِلَاهُمَا عَنْ إِسْمَاعِيلَ بْنِ إِبْرَاهِيمَ، قَالَ أَبُو بَكْرٍ: حَدَّثَنَا ابْنُ عُلَيَّةَ، عَنْ خَالِدٍ، قَالَ: حَدَّثَنِي الْوَلِيدُ بْنُ مُسْلِمٍ، عَنْ حُمْرَانَ، عَنْ عُثْمَانَ، قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم): «مَنْ مَاتَ وَهُوَ يَعْلَمُ أَنَّهُ لَا إِلٰهَ إِلَّا اللَّهُ دَخَلَ الْجَنَّةَ».
(صحيح مسلم، كتاب الإيمان، حديث 43 – حديث سني موافق)

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
'Abū Bakr ibn 'Abī Schaibah und Zuhair ibn Ḥarb überlieferten beide von Ismāʿīl ibn Ibrāhīm. 'Abū Bakr sagte: Ibn ʿUlayyah überlieferte uns von Khālid, der sagte: al-Walīd ibn Muslim berichtete mir von Ḥumrān, von ʿUthmān, der sagte: Der Gesandte Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) sagte: „Wer stirbt, während er weiß, dass es keinen 'Ilāh außer Allāh gibt, tritt ins Paradies ein.“
Quellenangabe: Ṣaḥīḥ Muslim, Kitāb al-Īmān, Ḥadīth 43 von Muslim ibn al-Ḥadschdschādsch an-Naisābūrī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der Allgemeinheit der Ṣaḥābah; der Inhalt ist muwāfiq (die Überlieferung stimmt inhaltlich mit mindestens einem authentischen Ḥadīth überein, der von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt [عليهم السلام] übermittelt wurde).

Das Bekenntnis „Es gibt keinen 'Ilāh außer Allāh“ und die Bestätigung hiervon müssen auf einer richtigen Erkenntnis zweier Bestandteile beruhen. [Und zwar müssen sie] auf der Erkenntnis über Allāh und auf der Erkenntnis über die [falschen] 'Ālihah [Plural von 'Ilāh] beruhen, die verehrt wurden oder verehrt werden könnten, jedoch keine Anbetung verdienen. Die [wahre] Erkenntnis über Allāh ist der erste Schritt, um das Glaubensbekenntnis des Tauḥīd „Es gibt keinen 'Ilāh außer Allāh“ anzunehmen.

Die [wahre] Erkenntnis [über Allāh] geht dem Glaubensbekenntnis also voraus, und das Glaubensbekenntnis ist ohne diese [wahre] Erkenntnis ungültig. Die [wahre] Erkenntnis über Allāh, den Segensreichen und Erhabenen, welche die erste Pflicht eines jeden Mukallaf ist, kann nur durch Beweise erreicht werden, die absolut stichhaltig in Bezug auf die Quelle und Bedeutung sind. Denn Vermutungen ersetzen, wie der Erhabene und Majestätische, sagt, nicht die Wahrheit:

وَمَا يَغْنِي الظَّنُّ مِنَ الْحَقِّ شَيْئًا

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Wahrlich, Vermutungen ersetzen nicht die Wahrheit.“  
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Nadschm [53], 'Āyah 28)

Der Īmān ist absolut zweifelsfrei. Er basiert auf absoluter Gewissheit, und diese absolute Gewissheit wird nicht durch zweifelhafte Beweise gestützt, sondern durch Beweise, die absolut stichhaltig in Bezug auf ihre Quelle und Bedeutung sind. Solche absolut stichhaltigen Beweise vermitteln uns das wahre  Verständnis über Allāh, den Erhabenen und Majestätischen. Allāh, der Offenkundige und Hohe, wird durch Seine 'Āyāt [Zeichen im Universum] und Seine [uns bekannten Eigenschaften, mit denen Er Sich Selbst beschrieben hat] in vollkommener Weise erkannt.

Was jedoch die zweifelhaften Beweise betrifft, die sich mit den Eigenschaften Allāhs und der Erkenntnis über Ihn befassen, so müssen wir, um sie zu verstehen, zu den grundlegenden Schriften zurückkehren und zwar zur 'Umm al-Kitāb [Erklärung folgt]. Hierbei handelt es sich um jene] Beweise, die absolut stichhaltig in Bezug auf die Quelle und die Bedeutung sind [und diese Voraussetzung erfüllen nur die eindeutigen 'Āyāt des edlen Qur'ān].

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.