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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädige

Die Unterscheidung zwischen eindeutigen und mehrdeutigen
Beweisen in Bezug auf die Eigenschaften Allāhs

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Wie bereits erwähnt, können die Eigenschaften Allāhs, des Segensreichen und Erhabenen,  nur durch Beweise bestätigt werden, die absolut stichhaltig (also zweifelsfrei) in Bezug auf ihre Quelle und Bedeutung sind. Diese Voraussetzung erfüllen], wie wir bereits dargelegt  haben, [nur] jene Beweise aus dem Qur'ān, die absolut stichhaltig in Bezug auf die Bedeutung (also eindeutig) sind. Die 'Āyāt des Qur'ān, die absolut stichhaltig in Bezugauf ihre Bedeutung (also eindeutige 'Āyāt) sind, beweisen die Eigenschaften Allāhs, des Segensreichen und Erhabenen. Damit diese 'Āyāt nicht als zweifelhaft in Bezug auf die Bedeutung (also als mehrdeutige 'Āyāt) gelten, müssen sie bestimmte Eigenschaften aufweisen:

Erstens: Diese 'Āyāt müssen Begriffe verwenden, die eindeutig auf die Eigenschaft [Allāhs] hinweisen. Diese Begriffe müssen klarstellen, dass die Eigenschaft, die Allāh zugeschrieben wird, eine Eigenschaft göttlicher Vollkommenheit ist. Die verwendeten Begriffe müssen von sich aus bezeugen, dass die Eigenschaft eine Eigenschaft göttlicher Vollkommenheit ist. Es darf sich nicht lediglich um eine gute Eigenschaft handeln, sondern sie muss auf die Vollkommenheit Allāhs hinweisen, das heißt, dass niemand von der Schöpfung Allāhs, des Segensreichen und Erhabenen, diese Eigenschaft besitzen kann.  

Zweitens: Diese 'Āyāt müssen in einer berichtenden Form stehen, deren Bedeutung offensichtlich bleibt, also nicht im Sinne einer Aufforderung. Dieser berichtende Stil hat zwei Merkmale:  Die Eigenschaft muss als Eigenschaft eines Beschriebenen (Mauṣūf) dargestellt werden. Die Eigenschaft, die Allāh, dem Erhabenen und Majestätischen, zugeschrieben wird, muss also einen Beschriebenen (Mauṣūf)  beschreiben, wie es in folgender 'Āyah heißt:  

فَتَبَارَكَ اللَّهُ أَحْسَنُ الْخَالِقِينَ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„So sei Allāh, der 'beste der Schöpfer (Aḥsanu al-Khāliqīn)', gepriesen!
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Mu'minūn [23], 'Āyāh 14)

„Der beste der Schöpfer (Aḥsanu al-Khāliqīn)“ ist hier eine Eigenschaft des erhabenen Namens „Allāh“. Die Zuordnung der Eigenschaft zum Beschriebenen (Mauṣūf) ist hier absolutstichhaltig in Bezug auf die Bedeutung. Oder die Eigenschaft wird als Prädikat (Khabar) zu einem Subjekt (Mubtada') gesetzt, wie in der [folgenden] 'Āyah:  

اللَّهُ الصَّمَدُ

Gemäß der sinngemäß Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Allāh ist 'aṣ-Ṣamad'.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Ikhlās [112], 'Āyāh 2)

Hier ist „al-Ṣamad“ das Prädikat (Khabar) des erhabenen Namens „Allāh“, und diese Form zeigt eindeutig, dass „al-Ṣamad“ eine Eigenschaft Allāhs ist.  Wenn jedoch ein Zusatz (Iḍāfah) zum erhabenen Namen Allāhs oder zu einem der Namen Allāhs erfolgt, dann ist die Bedeutung der Eigenschaft nicht eindeutig, sondern sie bleibt mehrdeutig, wie in der [folgenden] 'Āyah:  

وَيَبْقَىٰ وَجْهُ رَبِّكَ ذُو الْجَلَالِ وَالْإِكْرَامِ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Und es bleibt „das Angesicht deines Herrn (Wadschhu Rabbika)“, voller Erhabenheit und Ehre.“ 
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Raḥmān [55], 'Āyah 27)

 Warum? Weil ein Zusatz (Iḍāfah) zum Namen Allāhs oder zu einem Seiner Namen auch die Bedeutung einer Beziehung zwischen Schöpfer und Geschöpf annehmen könnte, wie in der [folgenden] 'Āyah:  

أَلَمْ يَقُلْ هَؤُلَاءِ هَلْ لَيْسَتِ الْأَرْضُ اللَّهِ وَاسِعَةً فَنَهْجُرْ فِيهَا

Gemäß der sinngemäß Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Haben sie denn nicht gesagt: Ist nicht die 'Erde Allāhs (Arḍu Allāh)' weit genug, damit ihr darauf auswandern könnt?"
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Nisā' [4], 'Āyah 97)

„Die Erde Allāhs (Arḍu Allāh)“, „die Diener Allāhs (°Ibādu Allāh)“, „die Schöpfung Allāhs (Khalqu Allāh)“ – all dies sind Beispiele für Zusätze (Iḍāfāt), die auf das Geschöpf in Bezug auf den Schöpfer hinweisen.  Da solch eine Formulierung entweder auf eine Eigenschaft,verweist, die dem Beschriebenen (Mauṣūf), also in diesem Fall dem Schöpfer, Allāh, dem Erhabenen und Majestätischen, zuzuschreiben ist, oder auf eine Beziehung zwischen Geschöpf und Schöpfer, dem Erhabenen und Majestätischen, bleibt ihre Bedeutung mehrdeutig. Um den beabsichtigten Sinn zu verstehen, muss man auf eindeutige Beweise zurückgreifen.

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.