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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädige

Die Sūrah al-Ikhlāṣ - Teil 3 

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

لَمْ يَلِدْ وَلَمْ يُولَدْ

Gemäß der ungefähre Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Ikhlāṣ [112], 'Āyah 3)

Wir sehen in der Aussage des Erhabenen: „Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt", dass hier eine Negierung verwendet wird. Diese Verneinung folgt auf die zuvor bestätigte [Vollkommenheit Seiner Eigenschaften] in den beiden vorherigen 'Āyāt. [In den beiden vorherigen 'Āyāt] hat Allāh, der Erhabene und Majestätische, mit den Namen „al-Aḥad“ und „al-Ṣamad“ alle vollkommenen, göttlichen Eigenschaften für Sich Selbst bestätigt. Dies haben wir bereits zuvor erläutert. Dann folgt diese 'Āyah, in der Allāh, der Erhabene und Majestätische, alle Eigenschaften des Mangels und der Schwäche, [die Ihm einige Menschen zuschreiben,] negiert. Er verneint damit alle Eigenschaften der Geschöpfe, denn die Geschöpfe haben als grundlegende Eigenschaft, dass sie gezeugt werden und selbst Nachkommen zeugen. Sie sind auf andere angewiesen. Sie waren es immer und werden es immer sein. 

Allāh, der Gepriesene und Erhabene, hat ausgeschlossen, diese beiden Eigenschaften zu besitzen. Denn wer diese Eigenschaften besitzt, ist unvollkommen. Daraus verstehen wir, dass die Negierung hier eine Negierung aller Mängel ist. Allāh, der Erhabene und  Majestätische, ist frei von jeglicher Ähnlichkeit mit den Geschöpfen. Er, der Gepriesene, sagt:

اللَّهُ الْخَالِقُ الْبَارِئُ الْمُصَوِّرُ لَهُ الْأَسْمَاءُ الْحُسْنَى يُسَبِّحُ لَهُ مَا فِي السَّمَاوَاتِ وَالْأَرْضِ وَهُوَ الْعَزِيزُ الْحَكِيمُ

Gemäß der ungefähre Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Es gibt nichts, was Ihm gleicht, und Er ist der Allhörende, der Allsehende.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Schūrā [42], 'Āyah 11)

Wie wir sehen, betrifft hier die Negierung folgende Handlung: „Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt.“ Das Wort „lam (nicht)“ negiert hier die beiden Verben „yalid (zeugt)“ und „yūlad (wurde gezeugt)“. Es ist bekannt, dass „lam (nicht)“, wenn es sich auf ein Verb im Präsens bezieht, dieses in die Vergangenheit versetzt. So, als würde man sagen: „Er hat nicht gezeugt und Er wurde nicht gezeugt.“ Die Negierung der Handlung [dass Allāh nicht zeugt und nicht gezeugt wurde] schließt also alle Zeiträume mit ein. Allāh, der Gepriesene und Erhabene, existierte bereits vor der Zeit und vor dem Raum, denn Er ist es, der Zeit und Raum erschaffen hat. Wenn die Negierung nur die Handlung [dass Allāh nicht zeugt und nicht gezeugt wurde] betreffen würde [und nicht die mit der Handlung verbundenen Eigenschaften], wäre sie nicht umfassend genug.

Man müsste dann auch die Möglichkeit der Handlung in der Zukunft verneinen und sagen: „Er hat nicht gezeugt (lam yalid) und wird nicht zeugen (lan yalid).“ Auch die Formulierung „lan yalid (Er wird niemals zeugen)“ bezieht sich auf eine Zeitspanne. Doch Allāh, der Erhabene und Majestätische, unterliegt weder der Zeit noch dem Raum. Die Negierung der Tat und zwar, dass [Allāh zeugt oder gezeugt wurde] muss absolut und darf nicht zeitgebunden sein. [Der Zweck] dahinter ist, dass selbst die Eigenschaft [des Zeugens] negiert wird.Die Eigenschaft der Zeugung, ob Er nun zeugt oder gezeugt wird, wurde Allāh, dem Erhabenen und Majestätischen, [mittels dieser 'Āyah] abgesprochen.  Allāh hat also niemals gezeugt,weder vor der Zeit, noch nach der Zeit, noch in irgendeiner Zeit. Ebenso wurde Er niemals gezeugt. Das ist eine klare und end-gültige Widerlegung jener, die behaupten, Allāh, der Gepriesene und Erhabene, hätte einen Sohn. Gepriesen sei Er über das, was sie Ihm zuschreiben!

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.