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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädige

Die Sūrah al-Ikhlāṣ - Teil 4 

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Die Gelehrten haben unterschiedliche Meinungen zur grammatikalischen Analyse der Aussage Allāhs, des Segensreichen und Erhabenen: 

وَلَمْ يَكُن لَّهُ كُفُوًا أَحَدٌ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Wa lam yakun lahū kufuwan aḥad (und es gibt niemanden, der Ihm gleich ist)."
(Quelle: Der edle Qur’ān, Sūrah al-Ikhlāṣ [112], 'Āyah 4)

 Eine dieser Meinungen besagt, dass das Wort „Aḥad (der Eine)“ das Subjekt des  unvollständigen Verbs „yakun (ist)" sei, während „kufuwan (ebenbürtig)“ das vorangestellte Prädikat sei. Und die Präposition „lahū" (für Ihn)“ beziehe sich [laut dieser Meinung] auf das Prädikat „kufuwan (ähnelt)". Diese grammatische Analyse scheint [auf den ersten Blick] korrekt zu sein und entspricht [tatsächlich] den Regeln der [arabischen] Grammatik. Doch wenn wir die Bedeutung einbeziehen, die ja ein Teil der [arabischen] Grammatik ist, erkennen wir, dass diese Analyse [nur] darauf hinweist, dass es niemanden „unter Seinen Geschöpfen“ gibt, der Allāh ähnlich ist oder Ihm gleicht. Das Wort „Aḥad (der Eine)“ bedeutet im Kontext der Negierung, [die von dieser 'Āyah ausgeht,] „die Negierung des  Zählbaren“, da das Zählbare stets erschaffen ist.

Daher bezieht sich die Verneinung [bei der eben erwähnten Analyse] „nur“ auf die Geschöpfe, obwohl einige Nichtmuslime behaupteten, dass Allāh ein Ebenbild hat, das jedoch nicht zu den Geschöpfen gehört. Sie sagten, dass neben Allāh ein weiteres göttliches Wesen existiert, obwohl keinerlei Zweifel darin besteht, dass Allāh existierte, bevor es irgendetwas gab. [Es existierte also nichts] vor Ihm oder neben Ihm. Was sagten diese Nichtmuslime also? Sie behaupteten, dass es neben Allāh Gottheiten (Ālihah) gab, bevor die Schöpfung entstand.  Sie sagten, dass Allāh andere Gottheiten (Ālihah) als Partner hatte, bevor Er die Schöpfung erschuf.

قُلْ لَوْ كَانَ لَهُمَا آلِهَةٌ مِمَّا يَعْبُدُونَ لَابْتَغَوْا إِلَىٰ رَبِّ الْعَرْشِ سَبِيلًا

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Sprich: Wenn es neben Ihm andere Götter (Ālihah) gäbe, so hätten sie gewiss einen Weg zum Herrn des 'Arsh gesucht." 
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Isrā' [17], 'Āyah 42)

 Die [vorhin erwähnte] grammatische Analyse schließt die Existenz anderer Gottheiten (Ālihah) nicht „vor“ der Schöpfung aus, sondern nur „innerhalb“ der Schöpfung. Sie schließt nur die Existenz von Gottheiten (Ālihah) unter den Geschöpfen aus. Daher haben wir eine andere grammatische Analyse gewählt.  

لَمْ يَلِدْ وَلَمْ يُولَدْ وَلَمْ يَكُن لَّهُ كُفُوًا أَحَدٌ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Er hat nicht gezeugt und wurde nicht gezeugt, und es gibt niemanden, der Ihm gleich ist."
(Quelle: Der edle Qur’ān, Sūrah al-Ikhlāṣ [112], 'Āyāt 3, 4)

Hier wird das Subjekt [Ālihah] nicht genannt, sodass die wahre Bedeutung wäre: „Es existieren keine Ihm ebenbürtigen Gottheiten (Ālihah), weder vor der Zeit, noch nach der Zeit und noch vor, während oder nach der Schöpfung.“ Diese [grammatikalische Analyse] schließt die absolute Negierung der Existenz jeglicher Gottheiten (Ālihah) mit ein, sowohl vor als auch nach der Schöpfung. Das Wort „Aḥad (der Eine)“ ist hier das Prädikat eines nicht genannten Subjekts [Allāh]. Die wahre Bedeutung lautet also: „Und es gab für Ihn keine ebenbürtigen Gottheiten (Ālihah), Allāh ist der Eine."  

Diese Analyse verneint jegliche Gottheiten (Ālihah), die neben Allāh existieren – sei es vor Ihm, mit Ihm oder unter den Geschöpfen, sowohl vor als auch nach der Schöpfung. Sie bestätigt zudem, dass Allāh „Aḥad" (der Eine) ist, wie es bereits in der ersten 'Āyah dieser  Sūrah steht – Er ist einzig, nicht teilbar und keiner Seiner Geschöpfe gleicht Ihm.

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.