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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädige

Die Spaltung im Dīn

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Die Spaltung, vor der Allāh (عز وجل) gewarnt hat, ist zweierlei Art: die Spaltung der 'Ummah und die Spaltung des Dīn. Allāh (سبحانه وتعالى) sagt:

وَاعْتَصِمُوا بِحَبْلِ اللَّهِ جَمِيعًا وَلَا تَفَرَّقُوا

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Und haltet allesamt fest am Seil Allāhs und spaltet euch nicht.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah Āl ʿImrān [3], 'Āyah 103)

Ebenso heißt es sinngemäß:

إِنَّ الَّذِينَ فَرَّقُوا دِينَهُمْ وَكَانُوا شِيَعًا لَّسْتَ مِنْهُمْ فِي شَيْءٍ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Gewiss, diejenigen, die ihren Dīn gespalten haben und zu Gruppen wurden – du hast mit ihnen nichts zu tun.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Anʿām [6], 'Āyah 159)

Und:

وَلَا تَكُونُوا مِنَ الْمُشْرِكِينَ مِنَ الَّذِينَ فَرَّقُوا دِينَهُمْ وَكَانُوا شِيَعًا

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Gehört nicht zu den Beigesellern (Muschrikūn), zu jenen, die ihren Dīn gespalten haben und zu Gruppen wurden.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah ar-Rūm [30], 'Āyah 31, 32)

Ebenso:

أَنْ أَقِيمُوا الدِّينَ وَلَا تَتَفَرَّقُوا فِيهِ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Etabliert den Dīn und spaltet euch nicht darin.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah asch-Schūrā [42], 'Āyah 13)

Die Spaltung der 'Ummah kann aus weltlichen Gründen entstehen, durch Unterschiede und Streitigkeiten in weltlichen Angelegenheiten, etwa um Herrschaft, Besitz, Güter oder anderes. Sie kann jedoch auch durch Spaltung im Dīn entstehen, und dies ist die gefährlichste Form. Was die Spaltung im Dīn betrifft, vor der gewarnt wurde, so hat der edle Qurʾān hierfür eine klare Bedeutung, die wir unbedingt begreifen müssen. Diese Art der Spaltung kann eintreten und ist tatsächlich eingetreten. Dies bestätigt die Aussage des Gesandten Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم), dass sich seine 'Ummah in dreiundsiebzig Gruppen spalten wird. Ob wir diese Zahl im Einzelnen erfassen oder kennen oder nicht, ist dabei unerheblich. Fest steht, dass die Spaltung eingetreten ist und sich verwirklicht hat. Daher stellt sich die Frage: Was ist mit Spaltung konkret gemeint? Der Dīn hat, wie bekannt ist, eine allgemeine Bedeutung. Er umfasst die Urteile zu den glaubensbezogenen (ʿAqīdah) Angelegenheiten, ebenso wie die praktischen (Fiqh) Angelegenheiten. All dies gehört zum Dīn.

Daneben gibt es eine spezielle Bedeutung des Dīn, und diese bezieht sich auf die glaubensbezogenen Angelegenheiten, also auf die ʿAqīdah. Gewiss, der Dīn bei Allāh ist der Islām. Er ist der Dīn aller Propheten, und die ʿAqīdah aller Propheten ist eine einzige. Es ist der Islām und der Tauḥīd. Was jedoch ihre Gesetzgebungen betrifft, so waren sie verschieden.

لِكُلٍّ جَعَلْنَا مِنكُمْ شِرْعَةً وَمِنْهَاجًا

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Für jeden von euch haben Wir eine Gesetzgebung und einen Weg bestimmt.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah al-Māʾidah [5], 'Āyah 48)

Auch wurde überliefert, dass die Propheten Halbbrüder seien: Ihre Gesetzgebungen sind verschieden, doch ihr Dīn ist eine. Ihre Schariʿah ist unterschiedlich, ihre ʿAqīdah jedoch ist einheitlich. Daraus folgt, dass die Spaltung im Dīn oder das Spalten des Dīn in Wahrheit das Spalten der ʿAqīdah ist. Es bedeutet, den einen Dīn zu mehreren Religionen zu machen und unterschiedliche, sich widersprechende und gegensätzliche Glaubenslehren daraus zu formen. Es bedeutet, die ʿAqīdah (Glaubensgrundlage) zu ʿAqāʾid (mehreren Glaubensgrundlagen) zu machen und sich in den glaubensbezogenen Angelegenheiten zu unterscheiden. Was jedoch den Unterschied in den Fiqh-bezogenen Angelegenheiten betrifft, so handelt es sich hierbei um Madhhab-Bildung. Dies ist eine reale und unvermeidbare Angelegenheit. Der Grund dafür liegt darin, dass viele praktische Angelegenheiten auf Beweisen beruhen, die nicht absolut stichhaltig sind. Der Unterschied im Verständnis solcher Beweise und im Ableiten von Urteilen daraus ist beim nicht-unfehlbaren Menschen möglich und tatsächlich eingetreten.

Deshalb hat Allāh (تَبَارَكَ وَتَعَالَى) für jeden Mudschtahid einen Lohn bestimmt – sowohl für denjenigen, der richtig liegt, als auch für denjenigen, der irrt – und zwar in den praktischen Angelegenheiten. Die glaubensbezogenen Angelegenheiten hingegen sind durch Beweise festgelegt, die absolut stichhaltig sind, sowohl in ihrer Quelle als auch in ihrer Bedeutung. Daher ist es weder erlaubt noch richtig noch akzeptabel, sich in ihrem Verständnis zu unterscheiden, und derjenige, der davon abweicht, wird nicht entschuldigt. Aus diesem Grund ist das Spalten des Dīn eine verwerfliche Angelegenheit und führt die meisten derjenigen, die sich darin uneinig sind und spalten, ins Feuer. Denn der Dīn ist einer, und die Wahrheit ist eine; sie vervielfältigt sich nicht. Wer dem Dīn widerspricht, hat sich von der Wahrheit entfernt und ist aus ihm herausgetreten.

Deshalb ist es notwendig, den Dīn zu vereinheitlichen und sich nicht in den Fragen der islāmischen ʿAqīdah zu unterscheiden. Dies geschieht durch die Vereinheitlichung der Quelle, indem man sich bei ʿAqīdah-bezogenen Angelegenheiten ausschließlich auf eindeutige Beweise stützt, die sowohl in ihrer Quelle als auch in ihrer Bedeutung absolut sichhaltig sind. Ebenso ist es notwendig, die Träger dieser Quelle zu vereinheitlichen, und das sind die Gelehrten. Sinngemäß heißt es:

وَلَوْ رَدُّوهُ إِلَى الرَّسُولِ وَإِلَى أُولِي الْأَمْرِ مِنْهُمْ لَعَلِمَهُ الَّذِينَ يَسْتَنْبِطُونَهُ مِنْهُمْ

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Wenn sie es zum Gesandten und zu den Verantwortlichen unter ihnen zurückgebracht hätten, hätten es diejenigen gewusst, die fähig sind, es daraus abzuleiten.“
(Quelle: Der edle Qur'ān, Sūrah an-Nisāʾ [4], 'Āyah 83)

Die Vereinheitlichung der Quelle und die Vereinheitlichung des Trägers der Quelle sind die feste Schutzburg gegen das Spalten des Dīn und in der Folge gegen das Spalten der Angelegenheit insgesamt.

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.