
Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädigen
Der Dhikr im Monat Ramaḍān
Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.
Der Monat Ramaḍān ist der Monat Allāhs, indem Er den edlen Qur'ān als Rechtleitung für die Menschen herab gesandt hat. In diesem Monat gibt es eine Nacht, die besser ist als tausend Monate. Allāh (سبحانه و تعالى) hat diesen Monat Seinen Dienern als Gelegenheit gegeben, dass sie sich Ihm mit all den rechtschaffenen Taten nähern, auf dass die Menschen die Barmherzigkeit und Vergebung Allāhs erlangen. Deshalb ist es mustaḥabb (empfohlen), dass man diesen Monat nutzt, um sich in Bezug auf die °Ibādāt (gottesdienstliche Handlungen) aufs Äußerste anzustrengen, 'Ad°iyah (Bittgebete) und Adhkār (Worte der Andacht) häufig zu sprechen, Allāh (عز وجل) um Vergebung zu bitten, Ṣadaqāt (Spenden) zu verteilen und insbesondere dies alles in der Nacht von Laylah al-Qadr, die sich unter den letzten zehn Tagen des Monats Ramaḍān befindet, zu tun.
Es gibt viele Aḥadīth (Überlieferungen), die dazu ermutigen, diesen Monat für gute Taten zu nutzen, die den Gehorsam gegenüber Allāh (جل جلاله) darstellen und all jene Taten auszuüben, die uns Allāh (تبارك وتعالى) näher bringen.
مُحَمَّدُ بْنُ عَلِيِّ بْنِ الْحُسَيْنِ عَنْ أَبِيهِ عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ جَعْفَرٍ الْحِمْيَرِيِّ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ عِيسَى بْنِ عُبَيْدٍ وَالْحَسَنِ بْنِ ظَرِيفٍ وَعَلِيِّ بْنِ إِسْمَاعِيلَ بْنِ عِيسَى كُلُّهُمْ عَنْ حَمَّادِ بْنِ عِيسَى عَنْ حَرِيزِ بْنِ عَبْدِ اللَّهِ عَنْ زُرَارَةَ بْنِ أَعْيَنَ عَنْ أَبِي جَعْفَرٍ (عليه السلام) «أَنَّ النَّبِيَّ (صلى الله عليه وآله) لَمَّا انْصَرَفَ مِنْ عَرَفَاتٍ وَسَارَ إِلَى مِنًى دَخَلَ الْمَسْجِدَ فَاجْتَمَعَ إِلَيْهِ النَّاسُ يَسْأَلُونَهُ عَنْ لَيْلَةِ الْقَدْرِ، فَقَامَ خَطِيبًا فَقَالَ بَعْدَ الثَّنَاءِ عَلَى اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ: أَمَّا بَعْدُ فَإِنَّكُمْ سَأَلْتُمُونِي عَنْ لَيْلَةِ الْقَدْرِ وَلَمْ أَطْوِهَا عَنْكُمْ لِأَنِّي لَمْ أَكُنْ بِهَا عَالِمًا، اعْلَمُوا أَيُّهَا النَّاسُ إِنَّهُ مَنْ وَرَدَ عَلَيْهِ شَهْرُ رَمَضَانَ وَهُوَ صَحِيحٌ سَوِيٌّ فَصَامَ نَهَارَهُ وَقَامَ وِرْدًا مِنْ لَيْلِهِ وَوَاظَبَ عَلَى صَلَاتِهِ وَهَجَرَ إِلَى جُمُعَتِهِ وَغَدَا إِلَى عِيدِهِ فَقَدْ أَدْرَكَ لَيْلَةَ الْقَدْرِ وَفَازَ بِجَائِزَةِ الرَّبِّ عَزَّ وَجَلَّ».
(من لا يحضره الفقيه 2: 60 | 257 – وسائل الشيعة: 13475 – حديث شيعي نبوي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusayn überlieferte von seinem Vater, von ʿAbd Allāh ibn Dschaʿfar al-Ḥimyarī, von Muḥammad ibn ʿĪsā ibn ʿUbayd und al-Ḥasan ibn Ẓarīf und ʿAlī ibn Ismāʿīl ibn ʿĪsā, alle von Ḥammād ibn ʿĪsā, von Ḥarīz ibn ʿAbd Allāh, von Zurārah ibn Aʿyan, von 'Abī Dschaʿfar (عليه السلام): ‚Der Prophet (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) kehrte von ʿArafāt zurück und zog nach Minā. Er betrat die Moschee und die Menschen versammelten sich um ihn und fragten ihn nach der Nacht der Bestimmung. Da stand er auf, um eine Khutbah (Predigt) zu halten und sagte nach dem Lobpreis Allāhs (عَزَّ وَجَلَّ): „„Ihr habt mich nach der Nacht der Bestimmung gefragt. Ich habe sie euch nicht absichtlich verschwiegen – vielmehr wusste ich selbst nicht, wann sie genau stattfindet. Wisst, o Menschen: Wer den Monat Ramaḍān erlebt, während er gesund und unversehrt ist, seinen Tag fastet, einen Teil seiner Nacht im Gebet verbringt, seine Gebete regelmäßig verrichtet, zum Freitagsgebet eilt und zum Festgebet hinausgeht, der hat gewiss die Nacht der Bestimmung erreicht und den Lohn seines Herrn (عَزَّ وَجَلَّ) erlangt.“‘“
Quellenangabe: 1. Man Lā Yaḥḍuruhu al-Faqīh, Band 2, Seite 60 | 257, von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusayn ibn Bābawayh al-Qummī überliefert;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13475, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
3. Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert durch die Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
محمد بن علي بن الحسين في (ثواب الأعمال) عن محمد بن موسى بن المتوكل قال حدثني عبد الله بن جعفر الحميري قال حدثنا الحسن بن محبوب الزراد قال حدثنا أبو أيوب عن أبي جعفر (عليه السلام) قال: خطب رسول الله (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) في آخر جمعة من شعبان فحمد الله وأثنى عليه ثم قال: أيها الناس قد أظلكم شهر فيه ليلة خير من ألف شهر وهو شهر رمضان فرض الله صيامه وجعل قيام ليلة فيه بتطوع صلاة كمن تطوع بصلاة سبعين ليلة فيما سواه من الشهور وجعل لمن تطوع فيه بخصلة من خصال الخير والبر كأجر من أدى فريضة من فرائض الله عز وجل كمن أدى سبعين فريضة من فرائض الله فيما سواه من الشهور وهو شهر الصبر وإن الصبر ثوابه الجنة وهو شهر المواساة وهو شهر يزيد الله فيه رزق المؤمن ومن فطر فيه مؤمنا صائما كان له عند الله بذلك عتق رقبة ومغفرة لذنوبه فيما مضى فقيل له يا رسول الله ليس كلنا نقدر على أن نفطر صائما فقال إن الله كريم يعطي هذا الثواب من لم يقدر إلا على مذقة من لبن يفطر بها صائما أو شربة من ماء عذب أو تمرات لا يقدر على أكثر من ذلك ومن خفف فيه على مملوك خفف الله عز وجل عليه حسابه وهو شهر أوله رحمة ووسطه مغفرة وآخره إجابة والعتق من النار ولا غنى بكم فيه عن أربع خصال خصلتين ترضون الله بهما وخصلتين لا غنى بكم عنهما أما اللتان ترضون الله بهما فشهادة لا إله إلا الله وأني رسول الله وأما اللتان لا غنى بكم عنهما فتسألون الله فيه حوائجكم والجنة وتسألون الله فيه العافية وتعوذون به من النار.
(ثواب الأعمال، محمد بن علي بن الحسين، الصفحة 90 | 7. حديث نبوي شيعي، إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muhammad ibn Ali ibn al-Husain überlieferte von Muhammad ibn Musa ibn al-Mutawakkil, der sagte: Abd Allah ibn Dschaʿfar al-Ḥumayrī berichtete mir, er sagte: Al-Ḥasan ibn Maḥbūb az-Zurād berichtete uns, er sagte: Abū Ayyūb berichtete von Abū Dschaʿfar (عليه السلام), der sagte: Der Gesandte Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) predigte am letzten Freitag des Monats Schaʿbān. Er lobte Allāh und pries Ihn, dann sagte er: „O ihr Menschen, ein Monat steht vor euch, in dem eine Nacht besser ist als tausend Monate – es ist der Monat Ramaḍān. Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) verpflichtete das Fasten darin und machte das freiwillige Nachtgebet in diesem Monat so lohnend wie das freiwillige Gebet von siebzig Nächten in anderen Monaten. Wer in diesem Monat auch nur eine gute Tat freiwillig vollbringt, erhält den Lohn, als hätte er siebzig verpflichtende Taten in anderen Monaten erfüllt. Dies ist der Monat der Geduld, und der Lohn der Geduld ist das Paradies. Es ist der Monat der gegenseitigen Fürsorge. Wer in diesem Monat einem fastenden Gläubigen das Fasten bricht [d.h. ihm zum Fastenbrechen Essen bzw. Trinken gibt], dem wird bei Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) die [Belohnung der] Befreiung eines Sklavens und die Vergebung vergangener Sünden gewährt. Es wurde ihm gesagt: ‚O Gesandter Allāhs, nicht jeder von uns kann einem Fastenden [helfen] das Fasten zu brechen.‘ Er sagte: ‚Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) ist großzügig; Er gibt diesen Lohn auch demjenigen, der nur einen Schluck Milch, etwas Wasser oder ein paar Datteln geben kann, um einem Fastenden [dabei zu helfen] das Fasten zu brechen. Wer seinem Sklaven Erleichterung gewährt, dem erleichtert Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) die Abrechnung. Der Monat beginnt mit Barmherzigkeit, seine Mitte ist Vergebung, und sein Ende ist Annahme von Gebeten und Befreiung vom Höllenfeuer. Ihr könnt in diesem Monat nicht auf vier Tugenden verzichten: Zwei, durch die ihr Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) gefällt, und zwei, auf die ihr nicht verzichten könnt. Die, durch die ihr Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) gefällt, sind die Bezeugnisse „Lā ilāha illā Allāh“ und „Anī (ich bin) Rasūl Allāh“. Die, auf die ihr nicht verzichten könnt, sind, Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) um eure Bedürfnisse und das Paradies zu bitten, Ihn um Gesundheit zu bitten und Zuflucht vor dem Höllenfeuer zu suchen.“
Quellenangabe: Thawāb al-Aʿmāl, Band 90 | 7 von 'Abū Dschafar Muḥammad ibn ʿAli ibn al‑Ḥusain ibn Bābawayh al‑Qummi.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ عَنِ ابْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ مُعَاوِيَةَ بْنِ عَمَّارٍ عَنِ الْحَارِثِ بْنِ الْمُغِيرَةِ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: كَانَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) يَسْتَغْفِرُ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ فِي كُلِّ يَوْمٍ سَبْعِينَ مَرَّةً وَيَتُوبُ إِلَى اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ سَبْعِينَ مَرَّةً قَالَ: قُلْتُ: كَانَ يَقُولُ أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ وَأَتُوبُ إِلَيْهِ؟ قَالَ: كَانَ يَقُولُ: أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ سَبْعِينَ مَرَّةً وَيَقُولُ: وَأَتُوبُ إِلَى اللَّهِ وَأَتُوبُ إِلَى اللَّهِ سَبْعِينَ مَرَّةً.
(الكافي 2: 366 | 5 – وسائل الشيعة: 9059 – حديث شيعي نبوي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von ʿAlī ibn Ibrāhīm, von seinem Vater, von Ibn Abī ʿUmayr, von Muʿāwiyah ibn ʿAmmār, von al-Ḥārith ibn al-Mughīrah, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: „[…] Der Gesandte Allāh (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) pflegte Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) jeden Tag siebzig Mal um Vergebung zu bitten und siebzig Mal zu Ihm zurückzukehren. Ich sagte: Sagte er: ‚Astaghfirullāh wa atūbu ilayh‘? Er sagte: Er pflegte zu sagen: ‚Astaġfirullāh, Astaġfirullāh‘ siebzig Mal, und er sagte: ‚Wa atūbu ilā Allāh, wa atūbu ilā Allāh‘ siebzig Mal.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 2, Seite 366 | 5 von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 9059 von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
رَوَى مُحَمَّدُ بْنُ إِسْمَاعِيلَ الْبُخَارِيُّ بِإِسْنَادِهِ عَنْ أَبِي هُرَيْرَةَ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم): «وَاللَّهِ إِنِّي لَأَسْتَغْفِرُ اللَّهَ وَأَتُوبُ إِلَيْهِ فِي الْيَوْمِ أَكْثَرَ مِنْ سَبْعِينَ مَرَّةً».
(صحيح البخاري 11: 101 – شرح السنة 5: 69، 70 – سنن ابن ماجه 2: 1254 | 3815 – حديث نبوي سني)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buḫārī überlieferte mit seiner Überliefererkette von 'Abū Hurayrah, der sagte: Der Gesandte Allāh (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) sagte: „[…] Bei Allāh, ich bitte Allāh um Vergebung und kehre zu Ihm zurück an einem Tag mehr als siebzig Mal.“
Quellenangabe: 1. al-Dschāmiʿ aṣ-Ṣaḥīḥ, Band 11, Seite 101 (Fatḥ al-Bārī), von Muḥammad ibn Ismāʿīl al-Buḫārī;
2. Šarḥ as-Sunnah, Band 5, Seite 69–70, von al-Ḥusayn ibn Masʿūd al-Baġawī;
3. Sunan Ibn Māǧah, Band 2, Seite 1254, Ḥadīth 3815, von Muḥammad ibn Yazīd Ibn Māǧah.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der Allgemeinheit der Ṣaḥābah; die Überliefererkette ist al-Muwāfiq (die Überlieferung stimmt inhaltlich mit mindestens einem authentischen Ḥadīth überein, der von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt [عليهم السلام] übermittelt wurde).
مُحَمَّدُ بْنُ عَلِيِّ بْنِ الْحُسَيْنِ عَنْ أَبِيهِ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ بْنِ هَاشِمٍ عَنْ أَبِيهِ عَنْ عُثْمَانَ بْنِ عِيسَى الْعَامِرِيِّ عَنْ سَمَاعَةَ بْنِ مِهْرَانَ عَنْ أَبِي بَصِيرٍ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: «كَانَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) إِذَا دَخَلَ الْعَشْرُ الْأَوَاخِرُ شَدَّ الْمِئْزَرَ وَاجْتَنَبَ النِّسَاءَ وَأَحْيَا اللَّيْلَ وَتَفَرَّغَ لِلْعِبَادَةِ».
(من لا يحضره الفقيه 2: 100 | 449 – وسائل الشيعة: 13491 – حديث نبوي شيعي إسناده موثق)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusain überlieferte von seinem Vater, von ʿAlī ibn Ibrāhīm ibn Hāschim, von dessen Vater, von ʿUthmān ibn ʿĪsā al-ʿĀmirī, von Samāʿah ibn Mihrān, von 'Abī Baṣīr, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: „Der Gesandte Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) pflegte, wenn die letzten zehn Tage eintraten, seinen Gürtel fest zu ziehen, sich von den Frauen fernzuhalten, die Nacht im Gebet zu verbringen und sich vollständig dem Gottesdienst zu widmen.“
Quellenangabe: 1. Man Lā Yaḥḍuruhu al-Faqīh, Band 2, Seite 100 | 449, von Muḥammad ibn ʿAlī ibn al-Ḥusain ibn Bābawaih al-Qummī überliefert;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 13491, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist muwaththaq (verlässlich).
Es gibt gewisse °Ibādāt (gottesdienstliche Handlungen), die zwar im Allgemeinen wādschib (verpflichtend) sind, aber im Speziellen mustaḥabb (empfohlen), wie beispielsweise das häufige Verrichten dieser Taten. Der Dhikr, d.h. dass man Allāh gedenkt, gehört zu jenen °Ibādāt, die einen Allāh (سبحانه و تعالى) näher bringen und die jeder Mu'min (Gläubige) verrichten kann. Der Dhikr gegenüber Allāh (عز وجل) beinhaltet zwei Dinge:
Die erste Säule des Dhikr
Auf der einen Seite bedeutet Dhikr, dass man in jedem Moment seines Lebens Allāh gedenkt. Bevor man etwas tut, denkt man darüber nach, ob Allāh (جل جلاله) diese Sache liebt oder ob sie Ihn erzürnt. Und wenn Allāh (تبارك وتعالى) diese Sache liebt, dann tut man sie und wenn diese Sache Ihn erzürnt, dann unterlässt man sie.
Die zweite Säule des Dhikr
Man nimmt den Dhikr mit der Zunge vor, indem man folgende Adhkār spricht:
- Tasbīḥ (سُبْحَانَ ٱلله / Subḥān Allāh / Gepriesen sei Allāh)
- Taḥmīd (ٱلْحَمْدُ لِلَّٰ / al-Ḥamdu li Llāh / Alles Lob und Preis gebührt Allāh)
- Tahlīl (لا إله إلا الله / Lā ilāha illā Allāh / Es gibt keinen anbetungswürdigen Ilāh außer Allāh)
- Ḥauqalah (لا حَوْلَ وَلَا قُوَّةَ إِلَّا بِٱللّٰهِ / Lā Ḥaula wa lā Quwwatah illā bi Allāh / Es gibt keine Macht noch Kraft außer in Allāh)
- Ḥasbanah (حَسْبُنَا اللهُ وَنِعْمَ الْوَكِيلُ / Ḥasbuna Allāhu wa ni°m al-Wakīl / Allāh ist genug für uns und was für ein ausgezeichneter Wächter er ist)
- Basmalah (بِسمِ اللَّهِ الرَّحمَنِ الرَّحِيم / Bismillāhi al-Raḥmāni al-Raḥīm / Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen)
- 'Istiğfār (أَسْتَغْفِرُ اللّٰهَ / 'Astağfiru Allāh / Ich bitte Allāh um Vergebung)
- 'Ad°iyah (Bittgebete)
- Qirā'ah (Rezitation) des edlen Qur'ān.
Im Allgemeinen ist der Dhikr Farḍu °Ayn (individuelle Pflicht) für jeden einzelnen Muslim. Der Dhikr in Bezug auf eine bestimmte Situation ist mustaḥabb (empfohlen).
يَـٰٓأَيُّہَا ٱلَّذِينَ ءَامَنُواْ ٱذۡكُرُواْ ٱللَّهَ ذِكۡرً۬ا كَثِيرً۬ا وَسَبِّحُوهُ بُكۡرَةً۬ وَأَصِيلاً
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„O ihr, die ihr glaubt! Adhkurū (gedenkt) Allāhs dhikrā kathīrā (in häufigem Gedenken) und subbiḥūhu (preist) Ihn morgens und abends."
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Aḥzāb [33], 'Āyāt 41, 42)
فَٱذْكُرُونِىٓ أَذْكُرْكُمْ وَٱشْكُرُواْ لِى وَلَا تَكْفُرُونِ
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Fadhkurūnī (Gedenkt Meiner), so gedenke Ich eurer. Aschkurū (seid Mir dankbar) und seid nicht undankbar Mir gegenüber."
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Baqarah [2], 'Āyah 152)
وَٱلذَّٲكِرِينَ ٱللَّهَ كَثِيرًا وَٱلذَّٲكِرَٲتِ أَعَدَّ ٱللَّهُ لَهُم مَّغْفِرَةً وَأَجْرًا عَظِيمًا [...]
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„[...] Und al-Dha'kirīna Allāh kathīrā (Allāh viel gedenkende Männer und gedenkende Frauen) für (all) sie hat Allāh Magfirah (Vergebung) und 'Adschran °Aẓīma (großartigen Lohn) bereitet."
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Aḥzāb [2], 'Āyah 35)
وَمَا رَوَاهُ مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ مُحَمَّدِ بْنِ يَحْيَى عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدِ بْنِ عِيسَى عَنِ ابْنِ مَحْبُوبٍ عَنْ عَبْدِ اللَّهِ بْنِ سِنَانٍ عَنْ أَبِي حَمْزَةَ الثُّمَالِيِّ عَنْ أَبِي جَعْفَرٍ (عليه السلام) قَالَ: «مَكْتُوبٌ فِي التَّوْرَاةِ الَّتِي لَمْ تُغَيَّرْ أَنَّ مُوسَى (عليه السلام) سَأَلَ رَبَّهُ فَقَالَ: يَا رَبِّ أَقَرِيبٌ أَنْتَ مِنِّي فَأُنَاجِيَكَ أَمْ بَعِيدٌ فَأُنَادِيَكَ؟ فَأَوْحَى اللَّهُ (عَزَّ وَجَلَّ) إِلَيْهِ: يَا مُوسَى أَنَا جَلِيسُ مَنْ ذَكَرَنِي. فَقَالَ مُوسَى: فَمَنْ فِي سِتْرِكَ يَوْمَ لَا سِتْرَ إِلَّا سِتْرُكَ؟ فَقَالَ: الَّذِينَ يَذْكُرُونَنِي فَأَذْكُرُهُمْ وَيَتَحَابُّونَ فِيَّ فَأُحِبُّهُمْ، فَأُولَئِكَ الَّذِينَ إِذَا أَرَدْتُ أَنْ أُصِيبَ أَهْلَ الْأَرْضِ بِسُوءٍ ذَكَرْتُهُمْ فَدَفَعْتُ عَنْهُمْ بِهِمْ».
(الكافي 2: 360 | 4 – وسائل الشيعة: 8971 – حديث إمامي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von Muḥammad ibn Yaḥyā, von Aḥmad ibn Muḥammad ibn ʿĪsā, von Ibn Maḥbūb, von ʿAbd Allāh ibn Sinān, von 'Abī Ḥamzah ath-Thumālī, von Abī Dschaʿfar (عليه السلام), der sagte: „In der Tora, die nicht verändert wurde, [d.h. in der originalen Tora], steht geschrieben, dass Mūsā (عليه السلام) seinen Herrn fragte und sagte: ‚Mein Herr, bist Du mir nahe, sodass ich vertraulich mit Dir sprechen kann, oder bist Du fern, sodass ich Dich rufen muss?‘ Da offenbarte Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) ihm: ‚O Mūsā, Ich bin der Gefährte dessen, der Meiner gedenkt.‘ Da sagte Mūsā: ‚Wer befindet sich unter Deinem Schutz an dem Tag, an dem es keinen Schutz außer Deinem Schutz gibt?‘ Er sagte: ‚Diejenigen, die Meiner gedenken, sodass Ich ihrer gedenke, und die sich um Meinetwillen lieben, sodass Ich sie liebe. Das sind jene, bei denen Ich, wenn Ich beabsichtige, den Bewohnern der Erde ein Übel widerfahren zu lassen, ihrer gedenke und es um ihretwillen von ihnen abwende.‘“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 2, Seite 360 | 4, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulainī überliefert;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 8971, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام): Die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
[Hinweis zu der Überlieferung: „Die Frage von Mūsā (عليه السلام): ‘Bist Du mir nahe?’ – wird auf keinen Fall im Sinne einer räumlichen Nähe oder Ferne verstanden. Vielmehr wird es auf eine andere Bedeutung bezogen, nämlich: ‘Bist Du mir nahe in dem Sinne von Annahme, Wohlgefallen und Erhörung? Oder bist Du mir fern, sodass ich nicht zu denjenigen gehöre, deren Bittgebete erhört werden?’"]
Was speziell die Hinwendung zu Allāh im Bittgebet mit dem Buchstaben des Rufens (Yāʾ an-Nidāʾ) betrifft – sodass auf den Ruf unmittelbar ein Duʿāʾ folgt –, so haben wir gesagt, dass dies im Qurʾān nicht vorkommt, ohne jedoch zu behaupten, dass es verboten sei. Was aber das Anrufen Allāhs mit der Yāʾ des Rufens betrifft, ohne dass die Antwort auf den Ruf ein Bittgebet ist, so kommt dies im Qurʾān vor. Das Gedenken Allāhs ist der Weg zu al-Dschannah, d.h. der Weg zur Zufriedenheit im Dies- und im Jenseits, zur Vergebung der Sünden und der beste Weg um an Vermögen und Nachkommenschaft im Diesseits zu kommen.
فَقُلۡتُ ٱسۡتَغۡفِرُواْ رَبَّكُمۡ إِنَّهُ ۥ كَانَ غَفَّارً۬ا يُرۡسِلِ ٱلسَّمَآءَ عَلَيۡكُم مِّدۡرَارً۬ا وَيُمۡدِدۡكُم بِأَمۡوَٲلٍ۬ وَبَنِينَ وَيَجۡعَل لَّكُمۡ جَنَّـٰتٍ۬ وَيَجۡعَل لَّكُمۡ أَنۡہَـٰرً۬ا
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Und ich sagte: Astağfiru (bittet euren Herrn um Vergebung) - Er ist ja Allvergebend -, so wird Er den Regen auf euch ergiebig (herab)senden und euch mit Vermögen und Söhnen unterstützen und für euch Gärten machen und für euch Bäche machen."
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah Nūḥ [71], 'Āyāt 10-12)
Der Dhikr ist der Weg zum Rizq (Versorgung), zur Barakah (Segen) und zum Ḥalāl-Vermögen. Er ist der Weg dazu, um schlechte Dinge wie Schicksalsschläge abzuwenden und bewahrt einen vor dem Nifāq (Heuchelei).
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ الْحُسَيْنِ بْنِ مُحَمَّدٍ عَنْ مُعَلَّى بْنِ مُحَمَّدٍ وَعِدَّةٍ مِنْ أَصْحَابِنَا عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدٍ جَمِيعًا عَنِ الْحَسَنِ بْنِ عَلِيٍّ الْوَشَّاءِ عَنْ دَاوُدَ بْنِ سِرْحَانَ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم): مَنْ أَكْثَرَ ذِكْرَ اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ أَحَبَّهُ اللَّهُ وَمَنْ ذَكَرَ اللَّهَ كَثِيرًا كُتِبَتْ لَهُ بَرَاءَتَانِ بَرَاءَةٌ مِنَ النَّارِ وَبَرَاءَةٌ مِنَ النِّفَاقِ.
(الكافي 2: 362 | 3 – وسائل الشيعة: 8985 – حديث شيعي نبوي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von al-Ḥusayn ibn Muḥammad, von Muʿallā ibn Muḥammad und einer Gruppe von unseren Gefährten, von Aḥmad ibn Muḥammad, allesamt von al-Ḥasan ibn ʿAlī al-Waschschāʾ, von Dāwūd ibn Sirḥān, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: Der Gesandte Allāh (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) sagte: „[…] Wer das Gedenken an Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) vermehrt, den liebt Allāh. Und wer Allāh häufig gedenkt, für den werden zwei Freisprechungen niedergeschrieben: eine Freisprechung vom Feuer und eine Freisprechung von Heuchelei.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 2, Seite 362 | 3, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī; 2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 8985, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
Der Dhikr gegenüber Allāh (جل جلاله) – im Verborgenen oder im Offenen - ist die Eigenschaft des Mu’min (Gläubigen), die sich nicht von ihm löst, solange er den Īmān (Glauben) verwirklicht. Wenn also jemand ein aufrichtiger Mu’min mit korrektem Īmān sein will, der zu jenen gehört, welche die aufrichtig 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام) lieben und deren Liebe zu von Allāh (تبارك وتعالى) angenommen wird, der soll die beiden erwähnten Säulen des Dhikr häufig verwirklichen.
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ حُمَيْدِ بْنِ زِيَادٍ عَنِ ابْنِ سَمَاعَةَ عَنْ وُهَيْبِ بْنِ حَفْصٍ عَنْ أَبِي بَصِيرٍ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: شِيعَتُنَا الَّذِينَ إِذَا خَلَوْا ذَكَرُوا اللَّهَ كَثِيراً.
(الكافي، محمد بن يعقوب الكليني، ج 2، ص 362، ح 2 – وسائل الشيعة، محمد بن الحسن الحر العاملي، ح 8998 – البرهان، ح 8654 – حديث إمامي إسناده موثق)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von Ḥumayd ibn Ziyād, von Ibn Samāʿah, von Wuhayb ibn Ḥafṣ, von 'Abī Baṣīr, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: „[…] Unsere Anhänger (Schīʿah) sind diejenigen, die, wenn sie für sich allein sind, Allāh häufig gedenken.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 2, Seite 362, Ḥadīth 2, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 8998, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī;
3. al-Burhān, Ḥadīth 8654.
Einstufung: Imāmitischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist muwaththaq (verlässlich).
Die wahre Schī°ah (Anhängerschaft) der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام) sind jene, die stets mit dem Dhikr beschäftigt sind, häufig um Vergebung bitten, oft den Tahlīl und Taḥmīd sprechen, regekmäßig den edlen Qur'ān rezitieren und nichts außer Khayr (Segenreiches) sprechen und sich von jedem leeren Gerede abwenden.
وَٱلَّذِينَ هُمْ عَنِ ٱللَّغْوِ مُعْرِضُونَ
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Diejenigen, die sich vor al-Lağu (unbedachter / unsinniger Rede) abwenden."
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Mu'minūn [23], Āyah 3)
وَعِبَادُ ٱلرَّحْمَـٰنِ ٱلَّذِينَ يَمْشُونَ عَلَى ٱلْأَرْضِ هَوْنًا وَإِذَا خَاطَبَهُمُ ٱلْجَـٰهِلُونَ قَالُواْ سَلَـٰمًا
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
„Die Diener des Allerbarmers sind diejenigen, die maßvoll auf der Erde umhergehen und die, wenn die Dschāhilūn (Unwissenden) sie ansprechen, sagen: "Salām (Frieden)!"
(Quelle: Der edle Qur'ān; Sūrah al-Furqān [25], Āyah 63)
So sind die Schī°ah (Anhängerschaft) der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام). Sie sind jene Menschen, die keine Beleidigungen, abscheuliche und niederträchtige Rede von sich geben, sondern nur edle Worte in ihrer Rede verwenden. Sie lieben sowohl ihre Feinde, als auch ihre 'Auliyā' (jene, die ihnen Nahe stehen). Niemand kann sie verunglimpfen und wenn sie fürchten, einen Fehler gemacht zu haben, dann eilen sie zur Mağfirah (Vergebung). Sie nehmen den Propheten Muḥammad (صلى الله عليه وعلى آله وسلم) als ihr Vorbild.
مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عَلِيِّ بْنِ إِبْرَاهِيمَ عَنْ أَبِيهِ عَنِ ابْنِ أَبِي عُمَيْرٍ عَنْ مُعَاوِيَةَ بْنِ عَمَّارٍ عَنِ الْحَارِثِ بْنِ الْمُغِيرَةِ عَنْ أَبِي عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام) قَالَ: كَانَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) يَسْتَغْفِرُ اللَّهَ عَزَّ وَجَلَّ فِي كُلِّ يَوْمٍ سَبْعِينَ مَرَّةً وَيَتُوبُ إِلَى اللَّهِ عَزَّ وَجَلَّ سَبْعِينَ مَرَّةً قَالَ: قُلْتُ: كَانَ يَقُولُ أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ وَأَتُوبُ إِلَيْهِ؟ قَالَ: كَانَ يَقُولُ: أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ أَسْتَغْفِرُ اللَّهَ سَبْعِينَ مَرَّةً وَيَقُولُ: وَأَتُوبُ إِلَى اللَّهِ وَأَتُوبُ إِلَى اللَّهِ سَبْعِينَ مَرَّةً.
(الكافي 2: 366 | 5 – وسائل الشيعة: 9059 – حديث شيعي نبوي إسناده حسن)
Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von ʿAlī ibn Ibrāhīm, von seinem Vater, von Ibn 'Abī ʿUmayr, von Muʿāwiyah ibn ʿAmmār, von al-Ḥārith ibn al-Mughīrah, von Abī ʿAbd Allāh (عليه السلام), der sagte: „[…] Der Gesandte Allāh (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) pflegte Allāh (عَزَّ وَجَلَّ) jeden Tag siebzig Mal um Vergebung zu bitten und siebzig Mal zu Ihm zurückzukehren. Ich sagte: Sagte er: ‚Astaghfirullāh wa atūbu ilayh‘? Er sagte: Er pflegte zu sagen: ‚Astaġfirullāh, Astaġfirullāh‘ siebzig Mal, und er sagte: ‚Wa atūbu ilā Allāh, wa atūbu ilā Allāh‘ siebzig Mal.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 2, Seite 366 | 5 von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulaynī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 9059 von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); die Überliefererkette ist ḥasan (gut).
Eigentlich ist der Dhikr so vielfältig, sodass das gesamte Leben nicht ausreichen würde, um diesen in korrekter Art und Weise zu verwirklichen. Aus diesem Grund müssen wir unsere Zeit so gut wie möglich mit dem Dhikr an Allāh (سبحانه و تعالى) nutzen. Dazu gehört auch, dass wir die Ṣalawāt (Segenswünsche) auf den Gesandten Allāhs (صلى الله عليه وآله وسلم) und seine 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام) sprechen. Wenn unser Leben voller Dhikr ist und dies die Eigenschaft ist, die uns selbst ausmacht, dann liebt uns Allāh (عز وجل) und lässt uns im Dies- und Jenseits glücklich sein. Wenn dieser Dhikr unsere Herzen und Taten durchströmt, dann sind wir Mu'minūn (Gläubige), die zur wahrhaftigen Anhängerschaft des Gesandten Allāhs (صلى الله عليه وعلى آله وسلم) und der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام) zählen und deren gesamtes Streben auf die Ankunft von Imām Abū al-Qāsim Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Mahdī (عليه السلام) ausgerichtet ist.
Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.
