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Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Gnädigen

Das Löschen der Sünden durch die Ḥadsch

Alles Lob und Preis gebührt Allāh, dem Herrn der Welten und Sein Segen und Heil seien auf dem geehrtesten der Propheten und Gesandten, Muḥammad, dem Sohne ʿAbd Allāhs, und auf seiner gereinigten Familie, seinen gesegneten Gefährten und auf all jenen, die ihnen im Guten bis zum Jüngsten Tag folgen.

Es gibt einige Aḥadīth (Überlieferungen), die uns berichten, dass man von al-Ḥadsch wie neugeboren zurückkehrt. Davon ausgenommen sind Angelegenheiten bezogen auf die Ḥuqūq (Rechte) der Menschen bzw. Ẓulm (Unrecht), welches man ihnen gegenüber beging. Demnach werden diese Dinge nicht durch die Begehung von al-Ḥadsch ausgelöscht bzw. getilgt, sondern nur durch das Verzeihen dieser Menschen oder dass man ihnen ihr Ḥaqq (Recht) (zurück)gibt. Nach Vollzug von al-Ḥadsch vergibt Allāh (سبحانه و تعالى) den Ẓulm, den man an sich selbst verübt hat. Zudem muss mit al-Ḥadsch auch die notwendige, aufrichtige Taubah (Reue) einhergehen. Ohne Taubah würde ein 'Iṣrār (Beharren) auf den Sünden vorliegen und allein dieses Beharren auf der Sünde ist selbst eine Sünde. Das bedeutet, dass die Taubah Voraussetzung und ein Muss ist, um das Beharren auf den Sünden zu beseitigen und nicht fortlaufend zu begehen.

Daneben würde auch eine Kaffārah (Sühneleistung) zur Anwendung kommen, durch welche Allāh (جل جلاله‎) die Taubah annimmt. Das heißt, dass man nicht allein bereut, sondern auch gute Taten verrichten muss, damit Allāh (تبارك وتعالى) die Taubah annimmt.

سَمِعْتُ رَسُولَ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) يَقُولُ: «مَنْ حَجَّ فَلَمْ يَرْفُثْ وَلَمْ يَفْسُقْ، رَجَعَ كَيَوْمِ وَلَدَتْهُ أُمُّهُ».
(رياض الصالحين: 1274 – متفق عليه)

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Es wurde überliefert, dass der Gesandte Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) sagte: „Wer die Ḥaddsch vollzieht und dabei weder obszöne Rede führt noch Frevel begeht, kehrt zurück wie am Tag, an dem ihn seine Mutter geboren hat.“
Quellenangabe: Riyāḍ aṣ-Ṣāliḥīn, Ḥadīth 1274, von Yaḥyā ibn Scharaf an-Nawawī.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der Allgemeinheit der Ṣaḥābah; der Inhalt ist al-Muwāfaq (übereinstimmend).

مُحَمَّدُ بْنُ يَعْقُوبَ عَنْ عِدَّةٍ مِنْ أَصْحَابِنَا عَنْ أَحْمَدَ بْنِ مُحَمَّدٍ عَنْ عَلِيِّ بْنِ الْحَكَمِ عَنْ سَيْفِ بْنِ عَمِيرَةَ عَنْ عَبْدِ الْأَعْلَى قَالَ: قَالَ أَبُو عَبْدِ اللَّهِ (عليه السلام): «كَانَ أَبِي يَقُولُ: مَنْ أَمَّ هَذَا الْبَيْتَ حَاجًّا أَوْ مُعْتَمِرًا مُبَرَّأً مِنَ الْكِبْرِ رَجَعَ مِنْ ذُنُوبِهِ كَهَيْئَةِ يَوْمَ وَلَدَتْهُ أُمُّهُ، ثُمَّ قَرَأَ: فَمَنْ تَعَجَّلَ فِي يَوْمَيْنِ فَلَا إِثْمَ عَلَيْهِ وَمَنْ تَأَخَّرَ فَلَا إِثْمَ عَلَيْهِ لِمَنِ اتَّقَى». قُلْتُ: مَا الْكِبْرُ؟ قَالَ: قَالَ رَسُولُ اللَّهِ (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم): «إِنَّ أَعْظَمَ الْكِبْرِ غَمْصُ الْخَلْقِ وَسَفَهُ الْحَقِّ». قُلْتُ: مَا غَمْصُ الْخَلْقِ وَسَفَهُ الْحَقِّ؟ قَالَ: «يَجْهَلُ الْحَقَّ وَيَطْعُنُ عَلَى أَهْلِهِ، وَمَنْ فَعَلَ ذَلِكَ نَازَعَ اللَّهَ رِدَاءَهُ».
(الكافي 4: 252 | 2 – وسائل الشيعة إلى تحصيل مسائل الشريعة: 14327 – تفسير البرهان: 1048 – حديث شيعي نبوي إسناده حسن)

Gemäß der ungefähren Übersetzung der Auslegung des Übersetzers:
Muḥammad ibn Yaʿqūb überlieferte von einer Anzahl unserer Gefährten, von Aḥmad ibn Muḥammad, von ʿAlī ibn al-Ḥakam, von Saif ibn ʿAmīrah, von ʿAbd al-Aʿlā, der sagte: 'Abū ʿAbd Allāh (عليه السلام) sagte: „Mein Vater pflegte zu sagen: Wer dieses Haus als Pilger (Ḥādsch) oder als ʿUmrah-Besucher aufsucht, frei von Hochmut, kehrt von seinen Sünden zurück wie am Tag, an dem ihn seine Mutter geboren hat.“ Dann rezitierte er: „Wer sich in zwei Tagen beeilt, auf dem liegt keine Sünde, und wer sich Zeit lässt, auf dem liegt keine Sünde – für den, der gottesfürchtig ist.“ Ich sagte: „Was ist Hochmut?“ Er sagte: Der Gesandte Allāhs (صلّى الله عليه وعلى آله وسلّم) sagte: „Der größte Hochmut ist die Geringschätzung der Menschen und das Verächtlichmachen der Wahrheit.“ Ich sagte: „Was ist die Geringschätzung der Menschen und das Verächtlichmachen der Wahrheit?“ Er sagte: „Dass man die Wahrheit nicht kennt und gegen ihre Anhänger herabsetzt. Wer dies tut, der streitet mit Allāh um Sein Gewand.“
Quellenangabe: 1. al-Kāfī, Band 4, Seite 252, Ḥadīth 2, von Muḥammad ibn Yaʿqūb al-Kulainī;
2. Wasāʾil al-Schīʿah ilā Taḥṣīl Masāʾil al-Scharīʿah, Ḥadīth 14327, von Muḥammad ibn al-Ḥasan al-Ḥurr al-ʿĀmilī al-Mashġarī;
3. Tafsīr al-Burhān, Ḥadīth 1048.
Einstufung: Prophetischer Ḥadīth, überliefert von der Anhängerschaft der 'Ahl al-Bayt (عليهم السلام); ḥasan (gut).

Und Allāh weiß es am besten und ist weiser.